Brigitte und Otto Schäfer Foto: Wolfgang Grether

Vor 52 Jahren begann für Brigitte und Otto Hermann Schäfer das Beziehungsglück an der internen Stempeluhr des damals gemeinsamen Arbeitgebers in Heilbronn.

Zwei Jahre später wurde geheiratet und am 14. November wird die Goldene Hochzeit gefeiert.

 

Reiselustig war das gemeinsame Leben. Oft im Urlaub unterwegs und oft umgezogen: Nordkap, Kanada, Syrien sind nur ein Ausschnitt der Urlaubsziele. So ist es nicht verwunderlich, dass nicht daheim sondern auf Teneriffa gefeiert wird.

Viele schöne Dinge haben beide gemeinsam gemacht. „Das verbindet“, wie Brigitte Schäfer bemerkt. Tennis spielen, Fitness und Tanzen, die große Leidenschaft der Beiden. Da hat sich auch mit dem Renteneintritt beider nichts geändert. Mindestens vier Stunden in der Woche sind es schon.

Und auch hilfsbereit sind die Beiden unterwegs. Früher als Ferienbetreuer und Nachhilfelehrkräfte bei Nichten und Neffen, heute als ehrenamtliche Helfer in der Diakonie des Landkreises Lörrach.

Geprägt hat das Leben und auch das gemeinsam Glück aber vor allem die Arbeitswelt. Brigitte Schäfer wirkte als Kaufmännische Mitarbeiterin in Handwerksbetrieben und als Sekretärin des Bürgermeisters von Ottersweier und später vom Geschäftsführer einer Holding. Stets folgte sie den Spuren ihres Mannes, der nach einer Handwerksausbildung studierte und als Diplom Betriebswirt seinen Weg fand. Dem Abschluss mit Summa cum laude folgte eine bemerkenswerte Kariere. Egal ob als Verantwortlicher für die Einführung von GMP (Gute Herstellungspraxis, als Werksleiter oder Chef der Logistik - immer erfolgreich und immer bereit den Arbeitsplatz und auch den Wohnort zu wechseln. Oft wurden die Entscheidungen spontan getroffen, so dass das gemeinsame Leben zur Wochenendehe wurde. Geschadet hat das nicht. Insgesamt waren die beiden acht Jahre lang an unterschiedlichen Wohnorten. Gefreut haben sie sich in dieser Zeit immer auf den Freitag. Das Wiedersehen wurde bei einem schönen Essen gefeiert. Mittlerweile lebet das Ehepaar in Schopfheim-Wiechs. Geblieben ist aus der Wochenendehe der Besuch in einem Restaurant – natürlich immer Freitags.