Das Ehepaar Derk mit Ortsvorsteher Daniel Steinrode, der zur Goldenen Hochzeit gratulierte. Foto: Daniela Steinrode

Lydia und Waldemar Derk feierten ihre Goldene Hochzeit in Vollmaringen. Ortsvorsteher Steinrode gratulierte den Eheleuten. Die kennen sich bereits aus Kindheitstagen.

Ein halbes Jahrhundert Eheglück feierten Waldemar und Lydia Derk aus Vollmaringen anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit. Ortsvorsteher Daniel Steinrode besuchte das Jubelpaar, um die Glückwünsche der Ortsverwaltung und des Ortschaftsrates zu überbringen.

 

Neben einem Wein- und Blumengeschenk überreichte er ihnen die Glückwunschurkunde des Landes Baden-Württemberg, die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann persönlich unterzeichnet wurde.

Die Eheleute feierten das besondere Jubiläum im Kreise ihrer Familie und Freunde. Ihre Familie ist über die Jahre gewachsen: Waldemar und Lydia Derk sind stolze Eltern von zwei Söhnen, Großeltern von vier Enkeltöchtern und mittlerweile sogar Urgroßeltern von fünf Urenkeln.

„Das wird mein Schwiegersohn!“

Waldemar und Lydia Derk blicken auf eine bewegte Lebensgeschichte zurück, die in Kasachstan begann. 1974 heirateten sie dort, nachdem sie sich zuvor in St. Petersburg kennengelernt hatten. Eine romantische Anekdote aus dieser Zeit erinnert daran, wie Waldemar schon früh als künftiger Schwiegersohn angesehen wurde: Lidyas Vater soll ihn als Vierjährigen auf den Arm genommen und dabei ausgerufen haben: „Das wird mein Schwiegersohn!“

Ihre Kindheit in Kasachstan war geprägt von eisigen Wintern mit Temperaturen von bis zu minus 40 Grad. Mit Humor erinnern sie sich daran, wie sie als Kinder vom verschneiten Hausdach mit dem Schlitten hinunterrutschten.

1983 wandern sie nach Deutschland aus

1983 wanderten sie nach Deutschland aus, nachdem Waldemars Eltern bereits 1976 diesen Schritt gewagt hatten. Die Familie stammt aus dem Kaukasus und der Ukraine. Nach Stationen in Balingen und Böblingen fand das Paar 1985 in Vollmaringen seine neue Heimat. Hier erfüllten sie sich den Traum vom eigenen Einfamilienhaus. „Das Haus war beim Einzug noch halb fertig, aber wir haben alles selbst renoviert“, erzählen die Jubilare.

Waldemar Derk arbeitete als Flaschner bei Daimler in Sindelfingen, während Lydia in der Montage tätig war, zunächst bei der Firma Häfele in Nagold und später bei der Firma Schneider in Unterjettingen. Neben ihren beruflichen Verpflichtungen pflegten sie Waldemars Mutter bei sich zu Hause.

Ihr Piroschki sind bei den Nachbarn beliebt

In Vollmaringen fühlen sich die Eheleute rundum wohl. Sie schätzen die guten Kontakte zu ihren Nachbarn, mit denen sie über die Jahre hinweg viele gemeinsame Straßenfeste gefeiert haben.

Besonders beliebt sind Lydia Derks selbstgemachte Piroschki, eine russische Spezialität, die sie gerne für die Nachbarschaft, Familie und Freunde zubereitet. „Kochen und Backen machen mir große Freude“, erzählt sie.