Erwin und Ingrid Moser freuen sich übereinander – und auf ihr Ehejubiläum. Foto: privat

Kennengelernt haben sie sich in der Diskothek: Ingrid Wolff war als Teenager fast jeden Tag im Ebinger "Rimini" und Erwin Moser der Discjockey – er musste ihr einfach auffallen.

Albstadt-Tailfingen - "Es hat gleich am ersten Abend gefunkt", bekennt Ingrid Moser ein halbes Jahrhundert später. Am Freitag feiern die beiden Goldene Hochzeit.

Ingrid Moser als "Rei­gschmeckte" zu bezeichnen würde an Böswilligkeit grenzen – zwar wurde sie am 30. März 1953 im niedersächsischen Wingst geboren, doch war sie gerade mal zwei Jahre alt, als ihre Familie nach Onstmettingen zog. Dort wuchs sie mit fünf Geschwistern auf, ging zur Schule und arbeitete anschließend "im Trikot", in der Firma Albert Metzger – eine klassische Talgangbiografie.

Erwin Moser stammt aus Ebingen, wo er am 16. August 1949 zur Welt kam und mit seiner Schwester aufwuchs. Nach der Schule machte er eine Maurerlehre und arbeitete anschließend im erlernten Beruf und als Gerüstbauer – abends legte er dann, wie erwähnt, im "Rimini" auf und lernte dort Ingrid aus Onstmettingen kennen. Am 16. Juli 1971 wurde geheiratet. In Onstmettingen.

Paar hat vier Kinder

In den folgenden zehn Jahren kamen die Kinder zur Welt – erst Heike, dann Thorsten, Bernd, Daniela und zum guten Schluss Sabrina. Die Familie war den Mosers immer sehr wichtig ist, und sie sind sehr stolz auf ihre zehn Enkel und drei Urenkel.

In seiner Freizeit spielte Erwin Moser Fußball. "Damals hatte fast jede Wirtschaft eine Stammtischmannschaft", erzählt er; er selbst hütete gleich für drei – "Sonnenhof", "Rosengarten" und die Bolay-Truppe – das Tor. Dreimal in der Woche wurde trainiert.

Das Torwart-Gen scheint übrigens dominant zu sein in der Familie Moser; auch Sohn Bernd und Enkel Sascha sind zwischen den Pfosten gelandet.

Auf Anfeuerung durch seine Frau musste Torhüter Moser allerdings verzichten – sie zog es nicht auf den Sportplatz; lieber blieb sie zu Hause, kümmerte sich um die Kinder, verdiente als Heimarbeiterin ein Zubrot und frönte ihrem Hobby, dem Rätselraten. Immerhin, wenn Sport im Fernsehen kam, dann schauen sie sich das gerne gemeinsam an, und sie gehen auch zusammen zu den Heimspielen des HBW Balingen-Weilstetten.

Was sagen die beiden im Rückblick zu ihren gemeinsamen 50 Jahren? "Es ist wie bei vielen anderen Ehepaaren: Wir haben auch Höhen und Tiefen miteinander erlebt", konstatieren sie nüchtern. Und ergänzen unisono: "Wir würden uns jederzeit wieder heiraten – wir können zufrieden sein."

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