Seit 50 Jahren ein Ehepaar sind Johann Paul und Elisabeth Pauline Duffner. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Elisabeth Pauline und Johann Paul Duffner feiern am 12. September goldene Hochzeit. Dass sie sich überhaupt kennenlernen durften, war damals keine Selbstverständlichkeit.

Am heutigen Donnerstag, 12. September, jährt sich zum 50. Mal die Eheschließung von Elisabeth Pauline Duffner und Johann Paul Duffner ganz oben in der Turntalstraße. Goldene Hochzeit also. Dass sie sich überhaupt kennenlernen durften, war keine Selbstverständlichkeit, da die Jubelbraut in der Stadt groß geworden ist.

 

Elisabeth Pauline Maier wurde im Jahr 1950 in Rottweil geboren, besuchte dort auch die Volksschule und arbeitete danach „in der Fabrik“. Ihre Leidenschaft zum Tanzen führte sie, obwohl sie keinen Führerschein hatte und demgemäß auch kein Auto besaß, eines Tages im Jahr 1972 nach Neuhausen, wo im dortigen Gasthaus Engel im großen Festsaal Tanz war. Dort lernte sie einen jungen Mann kennen, der Eindruck auf sie machte – Johann Paul Duffner.

Dieser wurde im Turntal in Schonach auf einem recht großen Bauernhof im Jahr 1947 geboren, besuchte im Dorf ebenfalls die Volksschule. Zunächst in Triberg, dann in Villingen ging er in die Landwirtschaftsschule, da er eines Tages den elterlichen Hof mit seinen etwa 50 Milchkühen übernehmen sollte. Natürlich wurde von ihm auch erwartet, dass er eine Frau auf den Hof bringt – möglichst ebenfalls aus der Landwirtschaft. Dann aber lernte er die hübsche Elisabeth beim Tanz kennen – und verliebte sich.

Landwirtschaft wird aufgegeben

Zwei Jahre sollte es dauern, bis er ihr einen Antrag machte und sie in der Pfarrkirche St. Antonius in Schonach zum Altar führte. Von da an lebte das Paar im Turntal, schon 1975 übernahm Johann Duffner den Hof. „Es war am Anfang schon schwer für mich, da ich den Umgang mit den Tieren nicht gewohnt war“, erzählt die Jubelbraut. Doch sie habe sich an die harte Arbeit mit sehr frühem Aufstehen gewöhnt und diese sogar gerne gemacht. 1975 kam der erste Sohn, eine Tochter folgte zwei Jahre später – und 1980 kam der zweite Sohn zur Welt.

Schon relativ früh wurde ersichtlich, dass keines der Kinder an der Weiterführung der Landwirtschaft interessiert war. Daher war im Jahr 2008, als der Betriebsleiter einen schweren Schlaganfall erlitt, schnell klar, dass sich damit auch die Landwirtschaft erledigt hatte.

Da die Kinder arbeiten, wird es am Jubeltag kein Fest geben – das wird auf Samstag verschoben. Neben drei Kindern mit Partnern und einem Enkel werden Verwandte und Freunde erwartet.