Beate und Horst Koch aus Ebingen feiern am Donnerstag ihre Goldene Hochzeit. Foto: Horst Schweizer

Horst und Beate Koch hatten stets eine enge Verbindung zur Fasnet. Am Donnerstag feiern sie ihre Goldene Hochzeit.

„Am Tag vor Fasnetsamstag haben wir geheiratet, unsere Silberne Hochzeit fiel auf einen Rosenmontag, die ‚Goldene‘ ist einen Tag nach Aschermittwoch – die Fasnet gehört bei uns einfach dazu“, erzählen Horst und Beate Koch.

 

Ihre Liebe begann 1972 am Arbeitsplatz bei Groz-Beckert. Es war um den 16. Geburtstag von Beate Schreiyäck, als Horst Koch sie zu einem Kaffee einlud. Allerdings räumte er lachend ein, dass die damaligen Arbeitskollegen ihn dazu gedrängt hätten.

Beate Schreiyäck, die am 1. Oktober 1956 in Ebingen geboren wurde und mit sieben Geschwistern aufgewachsen war, hatte direkt nach der Schule begonnen, beim Nadelhersteller zu arbeiten – und tat es bis zur Rente. Horst Koch, der am 19. Juli 1953 ebenfalls in Ebingen das Licht der Welt erblickte, wuchs mit einer Schwester auf, absolvierte bei Groz-Beckert eine Mechaniker-Lehre und arbeitete dort bis zur Rente als Einrichter.

Zehn Jahre Kommandant und fünf als Stellvertreter des Stadtbrandmeisters

Beim ersten gemeinsamen Kaffee hatte es gleich richtig gefunkt zwischen den beiden Kollegen, und so war ihre Heirat war am 15. Februar 1974, zu der damals noch die Zustimmung des Jugendamtes nötig war – beide waren noch keine 21 Jahre alt – folgerichtig.

Ihre erste gemeinsame Wohnung bezogen sie im Ebinger Feuerwehrhaus, denn Horst Koch war dort aktiver Feuerwehrmann. Er absolvierte alle Lehrgänge, übernahm 1993 für ein Jahrzehnt das Amt als Kommandant der Ebinger Abteilung, und im März 2013 wählten ihn die Aktiven der Albstädter Feuerwehr für fünf Jahre zum zweiten Stellvertreter von Stadtbrandmeister Michael Adam.

Er und seine Frau Beate Koch sind Eltern der Töchter Bianca und Christine, die sie inzwischen zu fünffachen Großeltern und zweifachen Urgroßeltern gemacht haben.

Seit über 20 Jahren ist die Guggamusik ein gemeinsames Hobby

Ihre Urlaube verbrachte die Familie schon früh gemeinsam in Italien und Frankreich. Ende der 1980er-Jahre waren sie zwei Wochen mit einem Wohnmobil in Norwegen unterwegs, wovon sie heute noch schwärmen, und seit mehr als 40 Jahren hat ihr Wohnwagen einen festen Platz am Bodensee. „In vier Wochen dürfen wir ihn wieder aufstellen“, freut sich Beate Koch.

Auch sportlich war das Ehepaar unterwegs: 1998 legten sie in einer Woche 400 Kilometer auf dem Donauradweg von Sigmaringen nach Passau zurück.

Das gemeinsame Hobby des Paares war über 20 Jahre die Guggamusik. Erst waren sie bei den „Hannäbler Gugga“, später bei den „Gassamöggis“ Ebingen aktiv, deren erstes Ehrenmitglied Horst Koch ist. Er war der Busfahrer zu unvergesslichen Reisen mit den Gugga nach Paris, Verona, Prag, Holland und zum Karneval nach Venedig.