Sechs Stunden am Grenzweg für den guten Zweck: Die Gockel-Gilde sammelte mit ihrer traditionellen Zollaktion über 4000 Euro für die Katharinenhöhe in Schönwald.
Die Zollaktion der Gockel-Gilde war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Das hat schon Tradition: Am 6. Februar sammelten die Zöllner in diesem Jahr im Grenzweg über sechs Stunden lang Spenden für die Katharinenhöhe, eine Rehabilitationsklinik für krebs- und herzkranke Kinder, in Schönwald.
Die Zollhäusler konnten nun den symbolischen Scheck über 4333 Euro an Stephan Maier, den Geschäftsführer und psychosozialen Leiter der Einrichtung übergeben.
Geld wird benötigt
Im Gespräch mit den Vereinsvertretern zeigte sich Stephan Maier sehr dankbar für diesen finanziellen Zuschuss, denn die Einrichtung sei auf Spendengelder angewiesen, wie Maier verdeutlichte.
Maier führt die Klinik schon seit Jahrzehnten mit großem Engagement und sehr viel Herzblut, was bei seinen Erzählungen deutlich wird. Vor kurzem wurde ein Neubau fertiggestellt, der notwendig war, um bei gleichbleibender Kapazität, die Wohnbereiche aus den 80er-Jahren nach und nach sanieren zu können.
Die Einrichtung kann 34 Familien aufnehmen und diese bleiben immer vier Wochen. In dieser Zeit widmet sich die familienorientierte Rehabilitation auch Eltern und Geschwistern der kranken Kinder: Die Therapie orientiert sich an den Bedürfnissen des Patientenkindes und nimmt sich der Situation der gesamten Familie an.
Zöllner lassen nicht locker
Eines der Wohngebäude ist komplett für Jugendliche ab 15 Jahren, die ohne die Familie ihre Reha absolvieren. Sie können so mit Gleichaltrigen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden, Spaß haben und aktiv an ihrer Rückkehr in den Alltag arbeiten. Da die Krankenkassen nur einen Teil der Kosten für diese ganzheitlichen Angebote übernehmen, werden übers ganze Jahr Spenden benötigt, um für die Kinder und Jugendlichen, nach einer schweren Erkrankung, den Weg zurück ins Leben zu erleichtern.
„Die Gockeler bedanken sich auf diesem Wege bei allen Unterstützern der Aktion und bei den vielen freundlichen Spendern, von denen viele seit Jahren gerne extra zu diesem Anlass durchs Zollhaus fahren“, lässt der Verein wissen und kündigt schon die nächste Aktion an: Im neuen Jahr werden die Zöllner aus Baden und Württemberg wieder für eine soziale Einrichtung in der Region die „Zölle“ einfordern und freuen sich über die Hilfsbereitschaft.