Beim Gottesdienst in der Ulrichskirche stellten Karlheinz Walz als „Hans im Glück“ und „Frieder, die Kirchenmaus“ alias Reinhold Burgbacher den neuen Pilgerweg in einer Spielszene vor. Foto:  

Beim Gottesdienst in der Langenbrander Ulrichskirche ist jetzt der Langenbrander Glücksweg eingeweiht worden. Man kann hier Impulse über QR-Codes abrufen.

„Was macht wirklich glücklich“, fragte Pfarrer Sebastian Steinbach in seiner Predigt. Und wo finde man neues Glück, wenn Besitz, Erfolg, Karriere und Anerkennung nicht mehr glücklich machten?

 

Zu den Dingen, die glücklich machten, gehörten Dankbarkeit, Großzügigkeit und Mitgefühl, so Steinbach. Auf der Suche nach Glück sollte man lernen, dass es nicht primär um einen selbst gehe, sondern darum, sich anderen Menschen und Gott hinzugeben. Und da komme der Glücksweg ins Spiel.

Das sei kein schneller Weg zum Glück und auch keine Abkürzung zu schnellen guten Gefühlen, wohl aber eine Einladung, sich Zeit zu nehmen und sich auszustrecken nach Gottes Gegenwart. Vielleicht entdecke man dabei, dass Glück nicht da beginne, wo alles perfekt sei, sondern da, wo man weniger dem eigenen Glück nachjage, sondern mehr sich selbst und sein Leben verschenke.

Reinhold Burgbacher als „Frieder, die Kirchenmaus“ und „Hans im Glück“ alias Karlheinz Walz stellten den neuen Pilgerweg in einer Spielszene vor: über gut sieben Kilometer geht es von der Ulrichskirche rund um Langenbrand hinauf in den Wald und um die Langenbrander Höhe zum Aussichtspunkt und zurück zur Kirche. Neun Stelen markieren die Stationen, an denen mit dem Smartphone Impulse zu den Glücklichpreisungen der Bergpredigt über QR-Codes abgerufen werden können.

Vier Spielstationen

Die Texte werden von Alexa Rathschek und Sebastian Steinbach gesprochen. Zudem laden vier Spielstationen zum Verweilen ein.

Vierter Pilgerweg

Wie der Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerks Nördlicher Schwarzwald, Tobias Götz, berichtete, liegen die Anfänge des Projekts schon vier Jahre zurück. Die Idee zu „wandernPlus“ sei im Kirchenbezirk Calw-Nagold entstanden.

Der Langenbrander Glücksweg sei der vierte Pilgerweg in der Region. Er übersetze Gedanken aus den Seligpreisungen des Markus-Evangeliums in Bewegung.

Der Weg richte sich sowohl an Menschen mit Glauben und an solche ohne. Er wolle nicht überzeugen, sondern begleiten und die persönliche Glücksuche bereichern, unterstrich Götz. „Gehen sie den Weg allein oder gemeinsam, schnell oder langsam. Das Glück lässt sich nicht erzwingen, aber manchmal trifft man es unterwegs“, empfahl Götz.

Er dankte reihum allen, die zum Projekt beigetragen haben. Der Glücksweg wurde verwirklicht auf Initiative von Karlheinz Walz im Team mit Reinhold Burgbacher, Sigrid Bott, Klaus Dettinger, Tobias Götz, Reiner Keppler und Thomas Widmann.

Grillen im Kirchhof

Unterstützung gab es von Leader Nordschwarzwald, der Gemeinde Schömberg, der evangelischen Verbundkirchengemeinde Schömberg-Oberlengenhardt-Langenbrand, der Tourismus Gesellschaft Nördlicher Schwarzwald und dem Schwarzwaldverein Schömberg. Ulrike Wurster am Klavier, Wolfgang Ziegler, Violine, und der Kirchenchor Langenbrand gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Zum Abschluss waren alle zu einer Proberunde auf dem Glücksweg und danach zum Grillen im Kirchhof eingeladen.