Rund 500 Besucher feierten das Pontifikalamt mit Glockenweihe in der Todtnauer Kirche.
Am Alter der Kirche St. Johannes standen Weihbischof Christian Würtz, Pater Lukas Steinebrunner, der aus Todtnau stammt, sowie die Pfarrer Joachim Giesler, Helmut Löffler und Hubert Freier. Zunächst zogen die Stadtmusik mit Trachtenkapellen aus den Ortsteilen sowie Feuerwehr und Trachtengruppe in die Kirche ein. Der Johanneschor umrahmte die Feier mit Mozarts Krönungsmesse.
Hoffnung schöpfen
Auch für Würtz sei der Tag etwas Besonders, denn er durfte noch nie eine Glocke weihen. In seiner Predigt bezeichnete er die Entwicklung Todtnaus als „Erfolgsgeschichte“. Wie wohlhabend die Bergleute gewesen seien, könne man heute noch im St.Anna-Fenster des Freiburger Münsters sehen. Der Bau des Münsters sei durch die Todtnauer mitfinanziert worden. Er erinnerte aber auch an Notzeiten als die Gruben erschöpft waren oder als die Stadt dem großen Brand zum Opfer fiel. „Es gab selbst in völlig aussichtslosen Situationen die Erfahrung, dass es doch gut weiter gehen kann.“ Mit dem Blick auf die „immensen Herausforderungen“ der Kirche durch die Neuordnungen der Pfarreien, ermutigte er deshalb, mit Vertrauen in die Zukunft zu gehen. Auch die neue Glocke sehe der Bischof als Hoffnungsträger an.
Details zu erkennen
Die evangelische Pfarrerin Christine Würzberg sprach von einem großen Tag für das ökumenische Geläut. Sie freue sich auf die Vervollständigung der Klänge durch die neue Glocke. Sie dankte Steffen Rees, der mit seiner Vision der neuen Glocke, die Menschen begeistert hätte. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Adolf Rombach bezeichnete sie als ein einmaliges Kunstwerk, dass sehr filigran sei. Auf ihr ist die Pfarrkirche abgebildet und man erkennt tatsächlich, dass es zehn vor zwölf ist.
Die Weihe
Der Weihbischof besprengte die Glocke zunächst mit Weihwasser, dann beweihräucherte er sie und salbte sie an vier Stellen mit geweihten Chrisamöl. Dann konnte jeder hören, wiesie klingt: Die ersten Anschläge durften der Weihbischof, Pfarrer Löffler, Pfarrerin Würzberg, Bürgermeister Oliver Fiedel, Steffen Rees sowie Benedikt Steiert als Vertreter der jungen Gemeindemitglieder vornehmen.
Die Weihe wurde mit dem gesungenen Vers „Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat“ (Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit) eingerahmt, der auch die Glockeninschrift bildet. Unter Apllaus zogen die Zelebranten aus der Kirche aus.