Die Vorsitzende der Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Villingen, Pfarrerin i.R. Evi Jobst, begrüßt Pfarrer Rainer Heimburger vom Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe. Foto: Elisabeth Winkelmann-Klingsporn

Mit dem aktuellen Umgang mit Taufen, Trauungen und Beerdigungen beschäftigte sich die evangelischen Bezirkssynode in St. Georgen.

Lange war die Synode des Evangelischen Kirchenbezirks Villingen im Zuge der allgemeinen Sparmaßnahmen mit der Neuordnung der kirchlichen Liegenschaften in der Region beschäftigt. In der Herbsttagung in St. Georgen stand ein theologisches Thema auf der Tagesordnung: Wie geht man unter sich verändernden gesellschaftlichen und kirchlichen Bedingungen künftig mit Kasualien um?

 

Dabei geht es um Taufen, Trauungen, Beerdigungen, um Gottesdienste, die anlässlich wichtiger Stationen im Leben von Menschen gefeiert werden. Pfarrer Rainer Heimburger, im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe schwerpunktmäßig zuständig für Kasualien, stellte den Bezirkssynodalen, das sind die Vertretern der Gemeinden im Evangelischen Kirchenbezirk Villingen, Perspektiven zum Umgang mit Kasualien vor: So begleite Kirche Menschen nicht nur bei den „großen“ Themen des Lebens.

Die Verheißungen des Glaubens können auch in andere „Schwellensituationen“ hinein vermittelt werden wie Schulanfang, Umzug, Ruhestand oder der Tod eines geliebten Haustieres. Dabei gehe es vor allem darum, dass sich die Zuwendung des Evangeliums erschließt. Zudem sieht Heimburger die Funktion von Kasualien auch darin, zu Menschen Kontakt zu halten, die keine besondere Nähe zur Kirchengemeinde haben. Mit diesem theologischen Thema ist die Amtsperiode der 13. Bezirkssynode zu Ende gegangen.

Wahl am ersten Advent

Am ersten Advent werden in Baden die neuen Kirchengemeinderäte gewählt, die ihre Delegierten in die Bezirkssynode entsenden, die im April 2026 zusammentritt. Da der langjährige Dekan Wolfgang Rüter-Ebel seit den Sommerferien im Ruhestand ist, steht hier demnächst auch eine Dekanswahl an. Ebenso muss ein Schuldekan neu gewählt werden. Über mögliche Bewerbungen und einen Wahltermin ist noch nichts bekannt.