Bademeister Burkhardt Lahn (links) und Dornhans Bürgermeister Markus Huber hoffen, dass es mit der Eröffnung am 15. Mai klappt. Foto: Schwind

Das Glatttal-Freibad in Bettenhausen liegt sehr reizvoll am sonnigen Glatttalhang. Wie schon 2020 ist auch in diesem Jahr noch nicht absehbar, wann und wie das Freibad unter den gegebenen Hygiene-Verordnungen öffnen darf oder kann. Die Vorbereitungen sind trotzdem in vollem Gange.

Dornhan-Bettenhausen - Mit seinen großzügigen Liegewiesen und Sonnenterassen, Beachvolleyballplatz, Kinderspielplatz und Caféteria bietet das Glatttal-Freibad Badespaß, Erholung und Entspannung. Wer auf Rutschen und Springen Wert legt, kann mit der Drei-Bäder-Erlebniskarte zusätzlich die Bäder in Sulz und Oberndorf besuchen. Doch noch steht hinter dem Öffnungstermin des Freibades ein großes Fragezeichen. Schuld ist die Corona-Pandemie.

Noch kein Dauerkartenverkauf

Bademeister Burkhardt Lahn hat den 15. Mai fest im Blick. Das Freibad in Bettenhausen macht beim Vor-Ort-Termin bereits den Eindruck, als könnte es geöffnet werden. "Das Wasser ist aber noch nicht so weit", erklärt der Schwimmmeister Lahn. Es muss erst noch gewechselt und anschließend auf die richtige Badetemperatur gebracht werden. Und das überwiegend ohne fossile Brennstoffe, wie Bürgermeister Markus Huber betont. "Nur manchmal heizen wir mit Öl nach", sagt er.

Ein rühriger Förderverein kümmert sich um die Erhaltung des Freibades und schießt bei größeren Ausgaben auch ansehnliche Geldbeträge dazu. Ein Dauerkartenverkauf findet derzeit, Corona geschuldet, noch nicht statt. Ob und wann es überhaupt Einzel- oder Zehnerkarten geben wird, kann noch nicht gesagt werden.

Händeringend sucht der Vorsitzende des Fremdenverkehrsverbands Glatttal Reinigungskräfte. Er will aber die Stellen erst ausschreiben, wenn bekannt ist, dass das Freibad geöffnet werden kann. Trotz eines jährlichen Abmangels von 130 000 bis 150 000 Euro halten die beiden Städte Dornhan und Sulz am Freibad fest. Den Abmangel teilen sie sich. Dornhan übernimmt 70 Prozent und Sulz 30 Prozent.

Für Markus Huber ist das Bad eine wichtige Freizeiteinrichtung, ein zentraler Treffpunkt im Sommer und sehr wichtig für die Infrastruktur. Das Freibadkonzept des Familien-Spaßbades komme bei den Besuchern bestens an und rechtfertige dann auch einen Abmangel in Kauf zu nehmen.

900.000 Euro Kosten

Auf den Fremdenverkehrsverband Glatttal kommen nun größere Investitionen zu. Das 50 Meter lange Schwimmbecken in Bettenhausen muss saniert werden. Die Kosten liegen bei mehr als 900.000 Euro. Mit der sehr guten Aussicht auf Unterstützung seien Fördergelder von dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum (ELR) beantragt, informierte Huber, der gleichzeitig Verbandsvorsitzender ist.

Lange hinausgezögert werden könne die Sanierung nicht. Das Hauptproblem sei die Folie im Becken. Sie ist mittlerweile 25 Jahre alt und hat ihre Lebensdauer fast überschritten. Huber schätzt, dass sie allenfalls noch eine Saison lang dicht hält. "Ohne Folie fließt das Wasser ab", erklärte er.

Erneuert werden müssten auch die Zuleitung und Elektrotechnik. "Es geht also nicht um kosmetische Eingriffe", so Huber. Das Planungsbüro empfiehlt die Montage einer folienblechbelegten Fertigteilrinne auf dem bestehenden Beckenrand, der sich dann aber um 25 Zentimeter erhöhen würde. Das hat eine höhere Wassertiefe zur Folge.

Bereits in der Ferienwoche ab dem 2. September werde der hintere Teil des Beckens nicht mehr zur Verfügung stehen, da dann die Vorarbeiten zur Sanierung beginnen sollen.

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