Der mögliche Trassenverlauf (rot) und die denkbaren Anschlüsse (blau) im geplanten ersten Bauabschnitt für das Nahwärmenetz in Glatten. Foto: Gemeinde Foto: Schwarzwälder Bote

Energie: Anlieger in Glatten zeigen hohe Anschlussbereitschaft / Bürgermeister Pfeifer zuversichtlich

"Ein Nahwärmenetz für Glatten hat sehr gute Chancen." Zu diesem Ergebnis kommt Bürgermeister Tore-Derek Pfeifer nach einer Befragung der Anlieger entlang der geplanten Trasse. Auch am Breitbandanschluss seien viele interessiert.

Glatten. Nach der gut besuchten Online-Bürgerinformationsveranstaltung am 19. Februar hatte die Gemeinde die Anlieger aus Glatten, die im Bereich des ersten Bauabschnitts einer möglichen Nahwärmeleitung ihre Liegenschaft haben, gebeten, am Verfahren einer konkreten Interessensbekundung ("Letter of intent") zu einem Nahwärmeanschluss teilzunehmen. Die Rückmeldequote sei überwältigend, gibt Bürgermeister Pfeifer jetzt via Pressemitteilung bekannt.

Die Gemeinde und der beauftragte Dienstleister Endura kommunal hätten von Bürgern, deren Grundstücke nahezu ausnahmslos entlang der geplanten Trassenabschnitte liegen, 133 Rückmeldungen auf 150 versandte Anfragen erhalten. Davon seien mehr als 100 Rückmeldungen mit einem konkreten Anschlussinteresse an der Nahwärme eingegangen.

Projektteam geht auf Großunternehmen zu

Auch am Breitbandanschluss seien über 100 Glattener Gebäudeeigentümer interessiert, heißt es weiter. Eine Veröffentlichung der geografischen Daten zu diesen Rückmeldungen sei aber aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich.

"Diese Rückmeldungen geben dem Projekt den benötigten Rückenwind, sodass nun die nächsten Schritte anstehen", so Pfeifer. Das Projektteam der Gemeinde Glatten werde auf ansässige Großunternehmen zugehen, um im direkten Dialog mit diesen und mit den jeweiligen Hausingenieurbüros eine Anbindung an das Wärmenetz zu untersuchen – mit dem Ziel, vorhandene industrielle Potenziale für das künftige Wärmenetz zu nutzen. Die technischen Herausforderungen zur Nutzung, etwa von Abwärme, seien hoch, weshalb technischwirtschaftliche Lösungen zur Einbindung dieser industriellen Potenziale einige Zeit der Prüfung und Planung in Anspruch nehmen würden.

Nach aktuellem Zeitplan geht das Projektteam um Bürgermeister Pfeifer davon aus, dass bis zum Spätsommer dieses Jahres mit einem unabhängigen Beratungsangebot, konkreten Tarifinformationen und Angeboten auf die Gebäudeeigentümer des ersten Trassenabschnitts zugegangen werden kann.

Bis die konkreten technischen und wirtschaftlichen Planungen vorliegen, bitten die Gemeinde und das Projektteam, zu dem neben dem Büro Endura kommunal auch die Ingenieurbüros Schuler sowie Gall und Gärtner und die Stadtwerke Altensteig gehören, die Interessierten um etwas Geduld. Sobald diese Erkenntnisse vorliegen, will das Projektteam weiter informieren.

"Aufgrund der hohen Anschlussbereitschaft im ersten Bauabschnitt und nach aktuellem Sachstand kann die Bevölkerung davon ausgehen, dass die Gemeindeverwaltung jegliche Anstrengung unternehmen wird, damit das Glattener Nahwärmenetz kommen wird", betont Pfeifer abschließend.

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