Auch wenn das Eis schmilzt, bleibt die Rutschgefahr an einigen Stellen bestehen. Das dicke Eis am Ufer der Brigach an der Hermann-Fischer-Allee in Donaueschingen kämpft auch gegen Temperaturen über 0 Grad an und wird durch eine kleine Wasserschicht an der Oberfläche erstmal noch rutschiger. Foto: Daniel Vedder

So viel Winter hatte ein Januar schon lange nicht mehr zu bieten. Glatte Gehwege bekommen Fußgänger schmerzhaft zu spüren. Die Notaufnahmen sind gut gefüllt.

In den ersten Wochen des neuen Jahres mussten die Menschen im Südwesten Deutschlands ordentlich schlottern. Eine Kältewelle hatte die Region vom Bodensee bis zum Schwarzwald fest im Griff. In Donaueschingen fielen die Temperaturen bisweilen bis in den zweistelligen Minusbereich. Dicke Eisschollen hatten sich auf der Brigach gebildet, die Donau war bei Geisingen mehrere Tage komplett zugefroren.

 

Mit der Kältephase hielten aber auch Schnee und später Eisregen Einzug im Schwarzwald-Baar-Kreis, was den Gang vor die Haustür für einige zur Rutschpartie machte. Diese endete für den einen oder anderen in den Notaufnahmen des Schwarzwald-Baar-Klinikums in Donaueschingen und Villingen: „Es gab aufgrund des Glatteises viele Patienten mit Sturzverletzungen“, sagt Klinikumssprecherin Sandra Adams. „Vor allem gab es Brüche am Unterarmknochen nahe den Handgelenken, außerdem viele Knochenbrüche und Verrenkungen im Bereich der Knöchel beziehungsweise Sprunggelenke.“

Auch Tobias Hauschel, Rettungsdienstleiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Donaueschingen, hatte mit einigen Stürzen infolge des Glatteises zu tun. „Das Verletzungsspektrum reichte dabei klassisch von Kopfplatzwunden über Handgelenksfrakturen bis hin zu Schulterluxationen.“

Die Zahl der DRK-Einsätze sei aber nicht so hoch gewesen, wie es anhand der Glatteis-Warnungen zu befürchten gewesen war. „An dieser Stelle möchten wir auch dem Bauhof Donaueschingen ausdrücklich danken, der durch eine sehr gute Streuleistung wesentlich zur Entschärfung der Situation beigetragen hat.“ Für den Bauhof war der Jahresstart ein Kraftakt: „Aufgrund der Wetterwarnungen in den vergangenen beiden Wochen waren die Räum- und Streudienste der Stadt laufend im Einsatz“, sagt Stadtsprecherin Jennifer Schwörer. Die Bürger seien ihrer Räum- und Streupflicht zumeist nachgekommen.