Das alte Gasthaus Löwen war einst das Herz der Glashütte Buhlbach. Jetzt wird es mit viel Mühe, gefördert durch Finanzspritzen der Bundesregierung, saniert. Doch das braucht seine Zeit. Foto: rt

Beim Sanieren des "Löwen" auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte in Buhlbach wird man wohl viel Geduld mitbringen müssen. Nichts anderes lassen die Ausführungen von Tourismusdirektor Patrick Schreib vermuten.

Baiersbronn-Obertal - Beim "Löwen" im Kulturpark Glashütte sei in den vergangenen Monaten viel passiert, bilanzierte Schreib vor Mitgliedern des Fördervereins Glashütte Buhlbach.

Staatliche Förderung notwendig

Das Interesse am ältesten noch stehenden Gebäude der früheren Glashütte ist laut Schreib riesig. Dabei interessierten sich ebenso Fachleute wie Passanten für die fachmännische Sanierung eines Zeitzeugens, der die Phasen des Bauens, des Wohnens, des Zerfalls und der Erneuerung unter einem Dach vereine.

Schreib: "Da hat jedes Zimmer sein eigenes Gesicht." Das alles sei nicht ohne staatliche Förderung zu erhalten. Die Gemeinde sei – das hatte bereits Bürgermeister Michael Ruf unterstrichen – dem langjährigen Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel (CDU) überaus dankbar, der sich für die bisherige Unterstützung aus Bundesmitteln zur Rettung des "Löwen" eingesetzt hatte. Um an weitere Fördermittel zu kommen, sei ein stimmiges Konzept über die künftige Nutzung des Gebäudes die Voraussetzung. Über dieses Entwicklungskonzept wird schon seit Längerem geredet, jetzt liege man damit "in den letzten Zügen". Es werde wohl Anfang des neuen Jahres fertiggestellt und dann als Antrag auf den Weg gebracht.

Wenn Fördergelder bewilligt seien, werde man "in Etappen Schritt für Schritt entscheiden, was weiter zu tun ist".

Auch Gemeinde gefordert

Patrick Schreib machte deutlich, dass bei der Finanzierung auch die Gemeinde Baiersbronn gefordert ist. In welchem Umfang gebe der Gemeindehaushalt vor. Und der wiederum sei in den kommenden Jahren diktiert durch die Gartenschau 2025.

Die Gemeinde und die Baiersbronn Touristik, die 2017 den Betrieb des Kulturparks Glashütte übernommen hatte, bleiben laut Schreib auch am Ball, was die geplante Rangerstation des Nationalparks Schwarzwald bei der Glashütte angeht.

Dabei soll mit einem gemeinsamen Gebäude die Eingangssituation zum Kulturpark verbessert werden. Überhaupt zeichne sich eine "starke Symbiose" zwischen Nationalpark und Glashütte ab.

Jährlich knapp 10 000 Besucher

Der Tourismusdirektor ging bei der Hauptversammlung des Fördervereins auch auf die Besucherzahlen in der Glashütte in den vergangenen Jahren ein, soweit sich diese ermitteln ließen. 2019 und in den Jahren zuvor seien es jährlich noch knapp 10 000 gewesen, im Pandemiejahr 2020 jedoch "nur noch ein paar". Im Jahr 2021 seien die Besucherzahlen durch Corona und dann bedingt durch die Großveranstaltungen in Baiersbronn und in der Glashütte nicht mehr genau zu beziffern.