Mit dem Glasfaserausbau im Ortskern von Grenzach soll ab Herbst ein weiterer Teil erschlossen werden.
Im Rahmen einer Infoveranstaltung des Zweckverbandes Breitbandversorgung des Landkreises Lörrach wurden am Mittwoch die Bürger über die Umsetzung des Vorhabens informiert.
Gleichzeitig gab der Zweckverband den offiziellen Startschuss für das Projekt, das rund zwei Jahre in Anspruch nehmen soll und für die teilnehmenden Bürger eine Investition in die eigene Wohnqualität darstellt. Darüber hinaus werde die Zukunftsfähigkeit und die Attraktivität der gesamten Gemeinde gestärkt, erklärte Paul Kempf, Geschäftsführer des Zweckverbandes Breitbandversorgung, bei der Infoveranstaltung.
Vereinbarung einsenden
Den Teilnehmern der Veranstaltung riet er, die ihnen zugegangenen Nutzungsvereinbarungen an den Zweckverband einzusenden, um im weiteren Verlauf auch über das Unternehmen APM-Glasfaserzentrum Lörrach die entsprechenden Einführungen der Glasfaserkabel in deren Häuser und Wohnungen individuell abklären zu können.
Fünf Bauabschnitte
Mit dem Bau der Leerrohre für die Glasfaserkabel würde dann zunächst im Herbst begonnen, wobei im Ortskern von Grenzach dafür insgesamt fünf Bauabschnitte vorgesehen seien. Erst nach den Tiefbauarbeiten würden die Glasfaserkabel in die Leerrohre eingeblasen und die Hausübergabepunkte montiert. Nach der Fertigstellung des sogenannten passiven Netzes werde die Vertriebsfreigabe erteilt, und die Anbieter würden den Anschlussteilnehmern Angebote unterbreiten
Die Teilnehmer wurden ausdrücklich darauf hingewiesen, bestehende Verträge nicht selbst zu kündigen, da dies der neue Anbieter übernehmen werde.
Schnelles Internet
Wann tatsächlich das schnelle Internet bei den betroffenen Anwohnern im Ortskern von Grenzach ankommt, konnten die Vertreter des Zweckverbandes bei der Infoveranstaltung nicht genau prognostizieren, denn dies hänge von vielen Faktoren ab.
Dazu zählten sie unter anderem die Verfügbarkeit entsprechender Baufirmen, organisatorische und auch technische Faktoren sowie die Individualität im Hinblick auf die Hausanschlüsse beziehungsweise deren unterschiedliche Zugangskriterien. Geplant sei jedoch, dass nach Baubeginn im Herbst nach zwei Jahren alle Teilnehmer eine zukunftsträchtige digitale Infrastruktur zur Verfügung haben werden.
Fördermittel fließen
Dennoch zeigten die Vertreter des Zweckverbandes auch die insgesamt vier Bauabschnitte auf, die in der Grenzacher Mitte Investitionen in Höhe von 1,3 Millionen Euro ausmachen, wobei ein Teil der Kosten durch Fördermittel des Bundes sowie des Landes Baden-Württemberg gedeckt werden. Der verbleibende Betrag wird über Kredite des Zweckverbandes finanziert. Für die in Betrieb genommenen Hausanschlüsse erhält der Zweckverband eine Pacht vom Netzbetreiber, die zur Refinanzierung von Zinsen, Tilgung und Abschreibungen des Netzes verwendet wird.
Die Grundpauschale für die Hausanschlüsse bezifferte er mit 600 Euro netto (714 Euro brutto), bis 15 Meter ab Grundstücksgrenze. Mehrlängen würden gesondert berechnet, so Kempf.
210 Haushalte
Er wies noch einmal darauf hin, dass sich auch aus den jeweiligen Bauabschnitten, die mit Arbeiten nördlich der Basler Straße beginnen sollen, keinerlei Aussagen treffen lassen, wann und welche Häuser und Wohneinheiten zuerst ans Glasfasernetz angeschlossen werden, weil sich auch diesbezüglich Änderungen ergeben könnten. Insgesamt haben in der Mitte von Grenzach rund 210 Haushalte die Möglichkeit, an das kommunale Glasfasernetz des Landkreises Lörrach angeschlossen zu werden.
Abstimmung erfolgt
Vor Beginn der Tiefbauarbeiten im Herbst dieses Jahres erfolgt eine detaillierte Abstimmung der einzelnen Hausanschlüsse durch das APM-Glasfaserzentrum Lörrach.
Eigentümer im Ausbaugebiet werden gebeten, die nötigen Nutzungsvereinbarungen fristgerecht einzureichen. Nur so könnten die Hausanschlüsse effizient geplant und reibungslos umgesetzt werden, erklärte der Geschäftsführer des Zweckverbandes.