Geschäftsführer Jochen Cabanis (von links) vom Zweckverband Breitbandversorgung, Bürgermeister Torben Dorn, Geschäftsführerin Marina Stiegeler vom Netzbetreiber und Landrat Sven Hinterseh haben beim symbolischen Akt der Inbetriebnahme des Glasfasernetzes reichlich Spaß. Foto: Rainer Bombardi

Es war einer der typischen Herbsttage als Bürgermeister Torben Dorn, Landrat Sven Hinterseh, Geschäftsführerin Marina Stiegeler vom gleichnamigen Netzbetreiber und Zweckverbandsgeschäftsführer Jochen Cabanis den roten Buzzer drückten, der in den Kommunen landauf und landab die Inbetriebnahme des Glasfasernetzes symbolisiert.

Der parallel damit verbundene Einstieg in den Glasfaserbetrieb bot Anlass genug, den historischen Moment mit einem Einweihungsfest zu kombinieren.

Mit den Worten „Endlich ist es soweit!“ eröffnete Bürgermeister Dorn die Veranstaltung an der rund 300 Bürger aller Altersklassen teilnahmen.

Quote: 276 von 471

Dorn dankte allen Beteiligten die sich in der Zeit seit dem Gemeinderatsbeschluss im Mai 2020 für einen Einstieg in die Glasfasertechnologie engagierten. Als Erfolg wertete er, dass von 471 angeschriebenen Eigentümern sich 276 für einen Glasfaser-Hausanschluss und weitere 68 dazu entschieden hatten, zumindest alles dafür vorbereiten zu lassen. Das entspricht einer sehr guten Rücklaufquote von über 70 Prozent.

Die Hoffnung besteht, dass mit der Inbetriebnahme sich noch weitere Eigentümer für einen Anschluss entscheiden.

Quantensprung im Kreis

Die Vergabegesamtkosten betrugen rund vier Millionen. Eine Besonderheit stellt bislang auch die Idee dar, den Startschuss ins neue Zeitalter mit einem kleinen Festakt zu verbinden, den die Kinder des Familienzentrums, der Grundschule und der Gesangverein „Eintracht“ mit gesanglichen und tänzerischen Aufführungen bereicherten. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Garant dafür war die Freiwillige Feuerwehr.

Landrat Sven Hinterseh gratulierte der Gemeinde jetzt zu denen zu gehören, die ein schnelleres Internet besitzen als die meisten Großstädte. Für den Kreis bedeute er Einstieg ins Glasfaserzeitalter mit 300 Millionen Euro der größte Einstieg den er je in den Gemeinden getätigt hat.

Zukunftspläne für alle

Um wettbewerbsfähig zu sein, bleibe der Anspruch erhalten jedes Gebäude an die Glasfaser zu bringen. Hinterseh sprach von einem strategischen Fehler des Landes, das Anfang der 1990-er Jahre auf das Kupferkabel setzte und nicht auf die Glasfaser. Deshalb sei es umso wichtiger, dass sich der Kreis vor zehn Jahren mit der Gründung eines Zweckverbands dazu entschieden habe, die Breitbandversorgung voranzutreiben.

Marina Stiegeler war begeistert von der Kreativität der Kinder und Schüler, die mit Stolz davon sangen, ein Dorfkind zu sein und einen Rap auf die Glasfaser einstudiert hatten. Sie hoffte, dass sich durch Mund-zu-Mund-Propaganda herumspricht, dass ein Glasfasernetz rund um die Uhr die volle Leistung bringt. Mit einem Kurzeinsatz begeisterte auch der Gesangverein „Eintracht“, der nach monatelanger Pause ein gelungenes Comeback feierte.