Ein Techniker beim Einblasen des Glasfaserkabels in ein Leerrohr in Donaueschingen. Foto: Zweckverband Breitband SBK

Bei Baggerarbeiten wurde ein wichtiges Glasfaser-Backbone-Kabel durchtrennt. Doch schon nach 35 Minuten hatten die Nutzer wieder Internet.

Mit den Mieteinnahmen von 2,7 Millionen Euro kann der Zweckverband Breitbandversorgung einen großen Teil seiner Ausgaben decken (28 Mitarbeiter mit 23,8 Vollzeitstellen).

 

Der Zweckverband schüttet seinen für 2026 geplanten Überschuss von 2,51 Millionen Euro an die Kommunen und den Kreis aus, jedoch nicht als Gewinn, sondern Teilrückzahlung der Einlagen.Weil der innerörtliche Ausbau des Glasfasernetzes Sache der Kommunen ist, beteiligen sich diese kommendes Jahr mit 9,2 Millionen Euro an den Investitionen.

Geschäftsführer Jochen Cabanis zufolge ist das ringförmig angelegte Backbone-Netz mehrfach abgesichert, weil es auch Richtung Schweiz und die Nachbarlandkreise Konstanz und Rottweil Verbindungen gibt. Lediglich zu den Kreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen sind keine Kabel verlegt, weil diese Landkreise auch keine Glasfaserleitungen an die Kreisgrenze gelegt haben.

Wichtiges Glasfaser-Kabel in Blumberg durchtrennt

Am 2. Dezember wurde bei Baggerarbeiten gerade jenes wichtige Glasfaser-Backbone-Kabel in Blumberg durchtrennt, weshalb es zu Netzausfällen in Hondingen, Blumberg und Döggingen kam.

Blumbergs Bürgermeister Markus Keller zeigte sich in der Verbandsversammlung begeistert, „wie schnell das repariert worden ist, innerhalb von 35 Minuten hatten die Leute schon wieder Internet“. Dagegen sei das Gebaren von Vodafone bei Störungen „eine mittlere Katastrophe“. Er höre von Bürgermeistern vieler kleiner Gemeinden, dass man bei anderen privaten Anbietern lange Wartezeiten hinnehmen müsse, bis etwas repariert werde.

Voll des Lobes war auch Unterkirnachs Bürgermeister Andreas Braun, in seiner Gemeinde fiel das Vodafone-Netz wegen eines Wasserschadens zwei Wochen lang aus. Der Bürgermeister nahm Kontakt mit dem Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar und der Stiegeler GmbH auf, 18 Stunden später ging das Rathaus bereits am Netz und die Mitarbeiter konnten telefonieren und arbeiten. „Regionalität ist durch nichts zu schlagen, dann bleibt auch die Wertschöpfung in der Region“, schlussfolgerte Andreas Braun.