Der Breitbandausbau geht weiter voran – entsprechende Fördermittel hat die Gemeinde Königsfeld kürzlich erhalten. (Symbolfoto) Foto: Rietschel

Freude herrscht in Königsfeld über die lang ersehnte Bewilligung der Zuschüsse für den Glasfaserausbau. Bürgermeister Fritz Link nahm die Förderbescheide in einer Gesamthöhe von rund 3,2 Millionen Euro entgegen.

Königsfeld/St. Blasien - Der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl überreichte die Förderbescheide des Landes Baden-Württemberg für den Breitbandausbau in St. Blasien. Die Mittel sind für die Bereiche Glasbachtal West in den Ortsteilen Buchenberg und Königsfeld, für die Weiterführung des Backbones von Burgberg nach Weiler sowie die Glasfaserverlegung in den östlichen Wohnbereichen des Kernorts Königsfeld mit der Weiher- und der Hörnlishofstraße vorgesehen.

In der aktuellen Übergaberunde wurden 63 Anträge für 13 Zusendungsempfänger mit einem Gesamtvolumen von 55,8 Millionen Euro bewilligt. Strobl betonte, dass das Land beim Ausbau des schnellen Internets aufs Tempo drückt. Denn es sei ehrgeiziges Ziel des Landes, eine flächendeckende gigabitfähige Breitbandinfrastruktur im Land auf den Weg zu bringen.

"Was lange währt, wird endlich gut", kommentierte Bürgermeister Link die Bewilligung der Förderung. Im Endeffekt habe es sich mehr als gelohnt, gemeinsam mit dem Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar rund 1,5 Jahre Wartezeit im Zuge der Umstellung der Förderkulisse von Bund und Land zu investieren. Nach dem bereits im Frühjahr sukzessive die 50-prozentige Bundesförderung für die Ausbaubereiche mit knapp vier Millionen Euro bewilligt worden sei, ergänze die 40-prozentige Kofinanzierung durch das Land die Ausbaustrategie in idealer Weise.

Von der Gesamtfördersumme entfielen auf den Bereich Glasbachtal West eine Fördersumme von 1,988 Millionen Euro, auf den Anschluss des Ortsteiles Weiler knapp 935 000 Euro und für den Ausbau der weißen Flecken in den östlichen Wohnbereichen des Kernorts fast 266 000 Euro. Mit dem Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent werde es der finanzschwachen Kommune Königsfeld möglich sein, den Ausbau in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Breitbandversorgung planerisch zu bewältigen, die Ausschreibungen vorzubereiten und 2022 bis 2024 den Ausbau umzusetzen.

Im laufenden Haushaltsjahr 2021 sei unabhängig von der jetzt gewährten Förderung bereits der Ausbauabschnitt Glasbachtal Ost derzeit in der Ausschreibung und man hoffe, noch im Herbst den Auftrag vergeben zu können. Im Jahr 2022 soll dann der Abschnitt Königsfeld I mit dem Anschluss insbesondere der Schulen realisiert werden.

Auch für diese beiden, bereits in der Umsetzung befindlichen Ausbauabschnitte hatte die Gemeinde Königsfeld für das Glasbachtal Ost Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 1,08 Millionen Euro sowie für Königsfeld I in Höhe von gut 393 000 Euro verbuchen können.

Mehr als erfreulich sei mithin im Gesamtfazit die gewährte Bundes- und Landesförderung für alle genannten Ausbauabschnitte in Höhe von insgesamt 8,650 Millionen Euro, was ein eindrucksvolles Signal für den Ausbau der Datenautobahn der Zukunft im ländlichen Raum sei.