Brain4kom ist gerade in der Vergabe der Bauarbeiten in ihrem Ausbaugebiet. Im Gebiet der Deutschen Glasfaser dagegen wirbt die Konkurrenz mit günstigeren Internet-Verträgen. Viele Anschlusswillige sind verunsichert.
Das verunsichert viele Horber: Bekomme ich jetzt meinen versprochenen Glasfaser-Anschluss oder nicht? All die, die bei Horb.Net unterschrieben haben, können aufatmen. Doch wer einen Vorvertrag mit der Deutschen Glasfaser abgeschlossen hat, bleibt weiter im Ungewissen.
Ein Kunde aus Nordstetten sagt: „Jedesmal, wenn hier der Bagger kommt und Leitungen buddelt, geht das Gerücht um: Das ist die Deutsche Glasfaser. Doch bisher habe ich nichts gehört. Dafür klingeln Vertreter von Vodafone bei mir an der Haustür und bieten mir die Fortführung des alten Vertrags für 20 Euro günstiger im Monat an. Doch da kann ich nicht unterschreiben, weil ich den Vorvertrag bei der Deutschen Glasfaser unterschrieben habe.“
Schaut man auf die Internet-Seite der Deutschen Glasfaser, so steht dort: 26 Prozent erreicht. Ziel: 33 Prozent. Die Firma hatte die Frist schon bis Ende März verlängert – doch an dem Internet-Eintrag hat sich nichts geändert.
Und während in Starzach die Deutsche Glasfaser schon kommunale Leerrohre anmietet für den Backbone-Ausbau, ist es in Horb unklar, ob der Ausbau der Deutschen Glasfaser kommt.
Deutsche Glasfaser: Bis Juli werden wir entscheiden, ob wir ausbauen
Unternehmenssprecher Thomas Schommer sagt: „Die Frist zur verbindlichen Meldung eines Ausbaus in Horb ist bis zum Juli verlängert worden. Es gilt daher weiter der Status quo. Wir akquirieren weiter Kunden und werden vor Ablauf der Frist eine Entscheidung treffen.“
Damit müssen alle, die in Altheim, Bildechingen, Dettensee, Dettingen, Grünmettstetten, Horb, Ihlingen, Nordstetten und Rexingen auf die Internet-Versorgung mit Glasfaser warten, weiter zittern.
Michael Laschinger (CDU, Ex-Ortsvorsteher von Bildechingen) ist einer der prominentesten Bürger, der einen Vorvertrag für die Deutsche Glasfaser abgeschlossen hatte. Er trommelte monatelang und versuchte, Horber zu überzeugen. Sein Argument: „Der Vorvertrag sichert den kostenlosen Anschluss.“ Bei Brain4kom waren 500 Euro Anschlussgebühr fällig.
„Kein optimales Bild“
Laschinger sagt jetzt: „Das Bild, das die Deutsche Glasfaser in Horb vermittelt, ist nicht optimal. Gebe ich meine Adresse in die Verfügbarkeitsliste ein, dann heißt es: Ich liege in einem Ausbaugebiet. Klickt man auf Berater, bekommt man eine falsche Telefonnummer. Da heißt es dann nur: Kein Anschluss unter dieser Nummer. Die Deutsche Glasfaser bringt es offenbar nicht mal fertig, ihre Homepage zu korrigieren.“
Wird Horb zur geteilten Stadt?
Laschinger befürchtet schon das Schlimmste: „Wenn es die Deutsche Glasfaser nicht hinbekommt, dann wäre Horb digital eine geteilte Stadt.“
Fakt ist: Die Bürger in Talheim, Mühlen, Dettlingen, Dießen, Betra, Isenburg und Mühringen können bald auf Glasfaser und damit die beste Internet-Versorgung hoffen.
Felix Gieger, PR Manager des Internet-Versorgers Stiegeler, die jetzt mit Brain4kom funsionieren, sagt: „Die Auftragsvergabe für die Arbeiten steht bevor, dazu befinden wir uns in den finalen Verhandlungen. Wir gehen davon aus, dass wir in Kürze den Partner und damit dann auch eine genauere Planung für den Ausbau vorstellen können. Momentan werden die eingegangenen Hausanschlussverträge aus den sieben Ortsteilen ausgewertet. Außerdem befinden wir uns im Vergabeverfahren für die auszuführenden Arbeiten. Geplant ist, dass wir noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen.“
Gieger fügt hinzu: „In 2024 werden in unserem Gebiet in Horb die ersten Bagger rollen.“