In der Notaufnahme des Zollernalb-Klinikums in Balingen wurden bis 10 Uhr bereits 16 Patienten behandelt. Foto: Gern

Es ist rutschig auf den Straßen und den Gehwegen im Zollernalbkreis. Bereits seit den frühen Morgenstunden gehen daher zahlreiche Notrufe bei Polizei und DRK ein. Eine erste Bilanz zu den Verletzten.

Das Blitzeis am Mittwochmorgen im Zollernalbkreis bescherte dem Roten Kreuz, insbesondere dem Rettungsdienst und der Integrierten Leitstelle (ILS), einiges an Arbeit. „Alle Einsatzmittel wie Rettungswagen oder Krankentransportwagen waren heute Morgen stark ausgelastet“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des DRK Zollernalb. Aufgrund des starken Einsatzanstieges habe die Leitstelle im Laufe des Morgens weitere Rettungswagen von den Ortsvereinen Balingen, Geislingen, Ringingen, Hechingen, Schömberg und Tailfingen alarmiert. Der Ortsverein Haigerloch habe zusätzlich einen Krankentransport besetzt und auch postwendend einen Einsatz erhalten.

 

„In kürzester Zeit gingen rund 60 Anrufe über die Notrufnummer 112 ein“, wird berichtet. Aufgrund des großen Einsatz- und Notrufanstiegs habe die Leitstelle weitere Mitarbeiter alarmiert. In den Spitzenzeiten seien acht Arbeitsplätze in der ILS besetzt gewesen. Die Leitstellenleitung war ebenfalls anwesend.

Weiter war der Rettungsdienst durch gestürzte Personen gefordert. Seit den frühen Morgenstunden verzeichnete das DRK 24 Stürze. „Mit 49 Rettungswageneinsätzen und sechs Notarzteinsätzen war es ein arbeitsreicher Vormittag“, fasst das DRK zusammen.

16 Patienten in der Notaufnahme

Auch die Notaufnahme des Zollernalb-Klinikums spürte die Auswirkungen der Glätte. „Bis 10 Uhr wurden insgesamt 16 Patienten in unserer Notaufnahme in Balingen behandelt“, wie das Klinikum auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt. „Die meisten Fälle betrafen Frakturen, die durch Stürze auf den spiegelglatten Straßen und Gehwegen verursacht wurden“, heißt es dazu weiter. Hauptsächlich habe es sich dabei um jüngere Patienten gehandelt, die auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule verunglückt sind.

„Unsere Zentrale Notaufnahme war stark ausgelastet, da zusätzlich zu den Verletzungen durch Stürze auch Patienten mit anderen Krankheitsbildern versorgt werden mussten“, hob Pressesprecherin Beate Fleiner in der Mitteilung außerdem hervor. „Wir möchten an dieser Stelle unseren besonderen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen in der Notaufnahme aussprechen, die unter großem Einsatz und Engagement die bestmögliche Versorgung sichergestellt haben.“

Zudem sei weiterhin besondere Vorsicht geboten. Wenn möglich solle man rutschfeste Schuhe tragen, um das Risiko von Stürzen zu minimieren.