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Gipfel in Brisbane zu Ende G20 wollen beim Klimaschutz Tempo machen

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Der G20-Gipfel ist zu Ende: Bundeskanzlerin Angela Merkel verlässt Brisbane. Foto: dpa

Brisbane - Der G20-Gipfel in Brisbane ist nach intensiven Beratungen zu Ende gegangen. Neben der Ukraine-Krise ging es dort auch um wirtschaftliche Themen. Angela Merkel nannte es einen Erfolg, dass sich Großbanken nun weltweit an strengere Spielregeln halten müssten. Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers 2008 hatte das Finanzsystem an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Und: Die Staaten wollen beim Klimaschutz Tempo machen. Ende 2015 soll in Paris ein bindender Vertrag gegen die Erderwärmung ausgehandelt werden. Konkrete Zielmarken, welche Emissionsreduktionen die einzelnen Länder anstreben sollen, blieben aber aus.

Die USA und Japan sagten am Rande des Gipfels zusammen 4,5 Milliarden Dollar (3,6 Mrd Euro) für den Grünen Klimafonds zu. Er soll armen Staaten beim Aufbau einer klimafreundlicheren Industrie helfen. Deutschland hatte schon im Sommer 750 Millionen Euro dafür versprochen. Nächste Woche will in Berlin eine Geberkonferenz den Fonds weiter aufstocken.

Die großen Industrie- und Schwellenländer empfehlen in ihrer Abschlusserklärung, dass alle Teilnehmer an der Klimakonferenz Ende 2015 in Paris ihre geplanten nationalen Beiträge zum Kampf gegen die Erderwärmung im ersten Quartal nächsten Jahres melden. Ansonsten bleibt die Runde, in der mit den USA und China die größten Treibhausgas-Produzenten vertreten sind, vage: "Wir unterstützen energische und wirksame Aktionen, um den Klimawandel anzupacken."

Merkel lobt China und USA

Bundeskanzlerin Angela Merkel lobte die Klimaschutzmaßnahmen, die die USA und China vor dem Gipfel verkündeten. Die USA wollen ihre Treibhausgase bis 2025 um bis zu 28 Prozent senken. China versprach, dass seine Emissionen ab etwa 2030 nicht mehr wachsen und will bis dahin den Anteil erneuerbarer Energien auf etwa 20 Prozent steigern. Merkel: "Es ist sehr erfreulich, dass die USA und China Verpflichtungen eingegangen sind, die uns auf dem Weg zur Klimakonferenz in Paris voranbringen."

"Klimawandel war der schwierigste Punkt der Beratungen", bewerteten Diplomaten den Gipfel. Australiens Premier Tony Abbott habe lange auf der Bremse gestanden. Auch an Ende blieben die Australier bei ihrer Skepsis: "Bei den G20 geht es darum sicherzustellen, dass unsere Kinder Arbeitsplätze haben", sagte Finanzminister Joe Hockey. "Eine saubere Umwelt gehört natürlich dazu, aber wir können es uns nicht leisten, uns mit dem Klimawandel zu beschäftigen, wenn Länder in der Rezession sind oder vor großen strukturellen Herausforderungen stehen."

Was auf dem G20-Gipfel sonst noch wichtig war:

Ukraine: Sie war das Thema dieses Wirtschaftsgipfels und auch Gegenstand nächtlicher Gespräche der Kanzlerin mit Putin. Keine weiteren Sanktionen gegen Russland.

Wachstum: Die G20-Staaten wollen bis 2018 zusätzlich 2,1 Prozent Wachstum der Weltwirtschaft erreichen.

Steuern: Konzerne können erstmal weiter legale Tricks nutzen, um Steuern in großem Stil zu sparen.

Ebola: Die Ebola-Erklärung bleibt maximal unverbindlich. Im Kampf gegen die Seuche wollen die mächtigsten Volkswirtschaften "das Nötige" tun.

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