Im "Oberen Weg" in Baiersbronn wurde ein Autofahrer brutal überfallen und schwer verletzt. Foto: Dirk Haier

Ein Autofahrer ist am Dienstagmorgen in Baiersbronn von zwei Männern verprügelt und schwer verletzt worden. Zuvor hatte der Mann seinen Wagen angehalten, um Teile einer Palette von der Straße zu räumen. Die Polizei schließt die Möglichkeit eines gezielten Hinterhalts nicht aus. Die Täter sind flüchtig.

Solche Fälle kennt man eigentlich nur aus Ländern wie Mexiko oder Südafrika: Ein Mann ist am Dienstagmorgen in Baiersbronn verprügelt und schwer verletzt worden, nachdem er seinen Wagen angehalten hatte, um Teile einer Palette von der Straße zu räumen. Einiges deutet darauf hin, dass es sich bei dem Vorfall um einen gezielten Hinterhalt handeln könnte.

 

Das ist passiert: Der Mann war gegen sieben Uhr mit seinem Auto auf dem Oberen Weg unterwegs – einer schmalen Straße in Baiersbronn. Laut Angaben der Polizei stoppte er seinen Wagen, um Holzlatten – laut Polizei wohl Teile einer Palette – von der Straße zu räumen.

Nachdem der Mann aus seinem Auto ausgestiegen war, kamen zwei Männer hinter einer Doppelgarage hervor und schlugen und traten auf den Mann ein. Laut Polizei setzten die Täter dabei auch einen Schlagstock ein. Der Mann wurde schwer verletzt, unter anderem am Kopf. Lebensgefahr besteht laut Mitteilung der Polizei aber nicht.

War es ein gezielter Hinterhalt?

Nach der Attacke ergriffen die Männer die Flucht. Eine vorbeifahrende Autofahrerin alarmierte die Polizei. Gestohlen wurde bei dem Vorfall nach derzeitigem Erkenntnisstand nichts.

Nun stellt sich vor allem die Frage: Wurden die Holzlatten von den Tätern bewusst auf die Fahrbahn gelegt? Sollte der Autofahrer dadurch zum Anhalten gezwungen werden? „Der Verdacht liegt nahe“, meint ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Redaktion. „Mit abschließender Sicherheit kann das aber noch nicht gesagt werden.“

Somit könnte es sich tatsächlich um einen Hinterhalt gehandelt haben. „Dieser Möglichkeit gehen wir nach“, bestätigt der Sprecher der Polizei. Da das Opfer offenbar nicht bestohlen wurde, ist das Motiv der Täter noch völlig offen. Auch ob der Mann gezielt ausgewählt wurde, oder die Täter einfach wahllos einem Autofahrer auflauerten, ist derzeit noch unklar. „Das müssen die Ermittlungen zeigen“, so der Polizeisprecher.

Die Personenbeschreibung der Täter ist bislang allerdings äußerst vage. Einer der Männer soll etwa 1,90 Meter groß gewesen sein. Der andere etwas kleiner. Die Polizei hat einen Zeugenaufruf gestartet. Wer sachdienliche Angaben machen kann, soll sich beim Kriminaldauerdienst in Pforzheim unter Telefon 07231/186 44 44 melden.