Über Lehrkräftemangel, Tarifausgleich und Überlastung diskutierten (von links): Andreas Scheuble (Vorsitzender GEW Kreis Rottweil), Katharina Klink (kommissarische Bezirksvorsitzende GEW Südbaden und stellvertretende Vorsitzende GEW Kreis Rottweil, Monja Al Zahawi (Vorsitzende GEW Schwarzwald-Baar und David Todt (Vorsitzender GEW Schwarzwald-Baar). Foto: Stephan Hübner

Der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) spart nicht mit Kritik an der Landesregierung.

Zu einer Personalversammlung hatten der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Schwarzwald-Baar und Rottweil in die Stadthalle eingeladen.

Zeitgleich fanden bundesweit Streiks statt, um Forderungen nach Inflationsausgleich und einem Ende der Sparpolitik Druck zu verleihen. Laut der kommissarischen Bezirksvorsitzenden Katharina Klink war einer der Hauptpunkte der Versammlung die absolute Mangelsituation in Sachen Lehrkräfte beim Schulamt Donaueschingen. Grund dafür sei, dass praktisch jeder nach Freiburg wolle, sich also die allermeisten Anwärter entweder direkt für diesen Standort entschieden oder sofort nach Zuteilung der Stelle einen Versetzungsantrag stellten. Das führe diejenigen, die sich bewusst für die Region entschieden zu Überlastungen und psychischen Erkrankungen, womit auch der am selben Tag stattfindende Streiktag der Angestellten zusammenhänge.

Wichtig sei zudem die eine angemessene Vergütung, da die Inflation auch Beamten und Angestellten zuschlage. Am bundesweiten Streiktag beteiligten sich laut GEW fast 20 000 Beschäftigte, in Baden-Württemberg an der Abschlusskundgebung in Karlsruhe etwa 1000. Kritisiert wurden dabei neben Problemen mit Inflation, Fachkräftemangel und Inflation auch die Blockierung des Tarifschutzes für studentische Hilfskräfte. Gefordert wurden von den Gewerkschaften 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro monatlich. Damit orientiert man sich am Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst beim Bund im Frühjahr 2023.

Kritisiert wird von der GEW auch die Sparpolitik der Landesregierung, die mit fehlenden Studienplätzen den Mangel noch verschärfe. Ausbaden müssten dies die vorhandenen Lehrkräfte, die jeden Tag jonglieren müssten, um wenigstens den Pflichtunterricht aufrecht zu erhalten.