Die geplanten Gewerbesteuereinnahmen für das aktuelle Haushaltsjahr wurden laut Althengstetts Kämmerin bereits übertroffen. Unter anderem dieser Umstand spreche gegen eine Erhöhung.
Die Gewerbesteuer wurde letztmals zum Januar 2018 von 330 auf den aktuellen Satz erhöht. Die geplanten Gewerbesteuereinnahmen für das aktuelle Haushaltsjahr wurden bereits übertroffen, berichtete Kämmerin Ingrid Schmidt.
Der Gemeinderat Althengstett hat nun einstimmig beschlossen, den Hebesatz für die Gewerbesteuer wie bisher bei 345 Prozentpunkten zu belassen.
Eingeplant seien 3,3 Millionen Euro. Schmidt erwartet ein Plus von etwa 200 000 Euro zum Ende des Jahres. „Dies spricht gegen eine Erhöhung“, sagte Bürgermeister Rüdiger Klahm.
Positive Entwicklung der Wirtschaft im Blick
Allerdings sehe man auch, dass die Zahl der Zahler zurückgehe. „Die Gewerbesteuerzahler sind eine tragende Säule im Gemeindehaushalt“, so der Schultes, deshalb „macht es mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Situation und die bislang positive Entwicklung aktuell wenig Sinn, diese Steuerzahler mehr zu belasten.“
Klahm betonte jedoch auch, Rat und Verwaltung sollten diesen Beschluss als reine Jahresentscheidung für 2026 sehen, man müsse die Entwicklung im Auge behalten.
„Ich habe in der Vorbereitung zur Sitzung vernommen, dass wir nächstes Jahr erhöhen müssen?“, fragte Philipp Jourdan (Grüne). Die Haushaltsplanung 2026 wird hier wohl die Antwort geben.
Die Sitzungsvorlage führt zum Vergleich noch die Gewerbesteuer-Hebesätze der drei anderen Gemeinden im Gemeindeverwaltungsverband auf. In Gechingen ist er seit 2024 mit 345 identisch mit dem in Althengstett. Der Hebesatz 330 gilt in Ostelsheim seit 1986 und in Simmozheim bereits seit 1978. Der Durchschnitt der Gewerbesteuer-Hebesätze im Kreis Calw liegt bei 359 und reicht von 330 bis 410 .