Jugendliche und Erwachsene konnten das Schweißen am großen Gorilla ausprobieren. Foto: Christoph Schennen

Die Gewerbeschule hat am Samstag einen Aktionstag durchgeführt, bei dem man Schweiß-Verfahren ausprobieren konnte. Ein imposantes Tier stand im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Jugendliche und Erwachsene konnten sich am Samstag in den Werkstätten der Gewerbeschule über Schweißtechnik informieren. Sie konnten an einem 1,57 Meter hohen, 1,46 Meter langen, einen Meter breiten und 100 Kilogramm schweren Gorilla aus Stahlblech das Schweißen üben.

 

Die Ausbilder hatten von der Firma German Welding Tools einen Bausatz bekommen, den sie mit der Hand zu dem imposanten Tier bogen und zusammenhefteten. In der einen Hand hielten die Schweißer den Brenner, in der anderen einen Draht, der so Marvin Heuk, Schweißfachmann bei Endress+Hauser, dazu dient, dass man die Schweißfuge mit Material aufgefüllt bekommt und um werkstofftechnische Eigenschaften zu erhalten.

Mit Hilfe von erfahrenen Schweißtechnikern konnten die Besucher auch mithilfe von Simulatoren erfahren, wie Schweißen funktioniert. Auf einem Bildschirm verfolgten Besucher die Übung der Kinder oder Jugendlichen mit. Das, was sie auf dem Monitor sahen, konnten die Schweißer in ihrem Schutzhelm sehen. Der Simulator zeichnet Parameter wie den Brennerwinkel, die Geradheit, den Anstellwinkel und die Geschwindigkeit auf. Der Vorteil des Simulators ist es, so einer der Ekato-Mitarbeiter, dass bei ihm kein Rauch und keine Hitze entsteht.

Ohne Hitze und Rauch geht es auch: einige Kinder und Erwachsene übten das Schweißen an einem Simulator. Auf einem Monitor konnte man sehen, wie der „Lehrling“ schweißt. Foto: Christoph Schennen

Das „Gorilla-Schweißen“ fand landesweit an sieben schweißtechnischen Bildungsstellen gleichzeitig statt. Über eine WhatsApp-Gruppe wurden die Eindrücke von den Veranstaltungen miteinander geteilt.

„Schweißen ist weit mehr als nur das Verbinden von Werkstoffen – es ist Präzision, Erfahrung, Technik und nicht zuletzt auch ein Stück Handwerkskunst. Gerade in einer Zeit, in der industrielle Anforderungen stetig wachsen, ist fundiertes Wissen über verschiedene Schweißverfahren wichtiger denn je“, sagte Dietmar Heckendorn, einer der Ausbilder an der Gewerbeschule, zu Beginn der Aktion. Auch Bürgermeister Dirk Harscher, Schulleiter Klaus König und Martina Bleile, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Kultur des Landratsamts Lörrach, besuchten die Veranstaltung.

Die Ausbildungsstätte Schopfheim bietet Wolfram-Inertgasschweißen (MIG), Metall-Aktivgas-Schweißen (MAG) und E-Hand-Schweißkurse an. Es gibt sowohl Tages- als auch Abendkurse. Die Schiebe-Chnächt und der Kulturförderverein aus Kürnberg grillten Würste und verkauften Getränke.