Interessierte Besucher erkundigten sich am Stand von Brigitte Weber (links) über ihren angebotenen Schmuck. Foto: Bohnert-Seidel

Auch im 43. Jahr hat sich die Gewerbeschau als Besuchermagnet und Erfolgsmodell erwiesen. Rund 40 Händler und Unternehmer stellten sich und ihren Betrieb in der Sternberghalle vor. Laut Bürgermeister Erik Weide ein Ausdruck des Zusammenhalts.

Die 42. Nova zog am Samstag und Sonntag viele Besucher in die Friesenheimer Sternenberghalle. Hinter Mark Arnold und seinem Team liegen viele aufregende Tage der Vorbereitungen. „Aber es hat sich wieder einmal gelohnt“, betont Arnold gegenüber unserer Redaktion. Die Besucher begrüßte er zur Eröffnung mit den Worten: „Es ist Nova-Time,“ und betonte: „Auf unsere Nova können wir stolz sein.“ Zur Eröffnung spielte und sang das Duo Eddy Haid und Marcus Busam.

 

Den Verantwortlichen sei es eine Herzensangelegenheit, dieses Erbe weiterzuführen. „Wir tun es gern“, betont Arnold. Aber die Zeiten änderten sich. In Friesenheim werden Veränderungen geboren, geschaffen und vollzogen. Dabei gehe es innerhalb der Werbegemeinschaft nicht um Selbstbeweihräucherung als vielmehr darum, auf Veränderungen frühzeitig zu reagieren oder diese bewusst herbeizuführen. Mottos wurden geschaffen und einzelne Schwerpunkte hervorgehoben.

Bürger sollen sich kreativ ausleben

Die Corona-Jahre, Arnold sprach bewusst von der „C-Zeit“, waren die schwersten und sie war dennoch die Geburtsstunde der „Nova-digital“. Im zweiten Jahr in Folge widmet sich die „Nova-Job“ dem allgemeinen Mangel an Fachkräften. Ein Thema, das auch die kommenden Jahre nicht an Aktualität verlieren dürfte.

Viele Feste und Gemeinschaftsveranstaltungen seien in der Vergangenheit auf der Strecke geblieben. Aber die Nova bleibe in ihrer Kontinuität und Struktur erhalten. Dennoch sei sie nur erfahrbar und durchzusetzen, wenn sich Menschen im Ehrenamt einbrächten. „Rafft euch auf, tut etwas. Schließt euch zusammen oder bringt euch ein. Unsere Gemeinde ist es wert“, so Arnold. „Seid kreativ. Denn Kreativität ist das Gegenteil von Konsum.“ Zwar könne Kreativität sehr anstrengend sein, aber sie lohne sich. Immerhin gehe es darum, Friesenheim gemeinsam voranzubringen. Dafür setze sich die Werbegemeinschaft mit ihren zukunftsweisenden Projekten ein. Darunter etwa das digitale Gutscheinsystem oder die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der IHK, indem der Ortskern unter die Lupe genommen wird.

Für Bernd Reifenschweiler aus Oberschopfheim – hier in einem Kundengespräch – ist die Nova unverzichtbar. Foto: Bohnert-Seidel

In einer Welt, die sich rasend schnell verändere, sprach Bürgermeister Erik Weide von der Nova als einem Ankerpunkt für die Gemeinde, bei dem es um Gemeinschaft, Vernetzung und Austausch gehe. Mit der ergänzenden „Nova-Job“ und Integration werden auch gezielt Flüchtlinge angesprochen, die in der Region auf der Suche nach Arbeit wären. Die Nova sei mehr als nur eine Messe: „Sie ist Ausdruck unserer regionalen Identität, unserer Innovationskraft und Zusammenhalts.“

Mit großem Interesse haben die Besucher die angebotenen Vorträge angenommen. Von A nach B kamen sie mit dem Nova-Bähnle. Es fuhr zur jeder vollen Stunde. Wer sitzen blieb, konnte eine kleine Tour durch die Ortschaften machen.

Info – Lobende Worte

Ein besonderer Dank galt zur Eröffnung Zimmermeister Roland Herzog, der nicht nur viele neue Stellwände erschaffen hat, sondern von Mark Arnold als unverzichtbarer Unterstützer beschrieben wird. „Wenn wir mehr solcher Menschen hätten, die sich für die Gemeinde aufreiben, dann wären wir das Aushängeschild der Nation“, würdigte Arnold.