Kommen, sehen, verweilen, informieren, staunen und auch kaufen: Zur Gewerbeschau in Bad Dürrheim war am Wochenende in der gesamten Stadt etwas los, vom Kurpark bis ins Gewerbegebiet. Vereine und Gewerbe gingen ein gute Zusammenarbeit ein.
Es war die siebte Gewerbeschau, die am 22. und 23. April über die Bühne ging und an der sich knapp 90 Akteure beteiligten – Unternehmen aus allen Sparten wie auch Vereine. Der Handel lud zusätzlich zum Verkaufsoffenen Sonntag ein.
Gewerbevereinsvorsitzende Tamara Pfaff dankte der Stadt für die große Unterstützung und zeigte sich in ihrer Eröffnungsrede am Samstagmittag überzeugt: „Das Wochenende wird der Knaller.“
Wichtige Veranstaltung
Mit Blick in das Programmheft zeigte sich Bürgermeister Jonathan Berggötz beeindruckt über das vielfältige Programm. In seinen Augen ist die Gewerbeschau eine wichtige Veranstaltung mit der optimalen Verbindung und Vernetzung von Firmen und Vereinen. Es geht auch darum, „potenzielle Arbeitnehmer und Auszubildende für sich zu gewinnen – genauso wie Kunden“. Ihm selbst war es auch wichtig, an diesem Wochenende auf kommunaler Ebene mit den Firmen in den Austausch zu kommen. Die Vernetzung des Wochenendes nannte er „eine Vielfalt, die so noch nie dagewesen ist“.
Chance für junge Menschen
Handwerkskammerpräsident Werner Rottler sprach auch im Namen der IHK, von dieser Seite war Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez ebenfalls anwesend. Er zeigte sich erfreut über das besondere Miteinander von Gewerbe und Vereinen. Am Samstag informierten die Firmen vor allem zum Thema Ausbildung – und dies sah er als Chance für junge Menschen. Chancen, sich über Berufe zu informieren, nach Praktika-Stellen zu fragen und mit den Firmen in Kontakt zu kommen.
Den anwesenden Politikern Thorsten Frei (CDU) und Frank Bonath (FDP) gab er ebenfalls etwas mit auf den Weg: Die Energiewende und das Verbot von Gas- und Ölheizungen sei zu hinterfragen und dies müsse dem Realitäts-Check standhalten.
Bundestagsabgeordneter Thorsten Frei freute sich, dass solch ein Marktplatz und Austausch wie die Gewerbeschau doch nicht aus der Mode geraten sei und Landtagsabgeordneter Frank Bonath zeigte sich bewusst, dass die Finanzierbarkeit des Staates nur durch steuerzahlende und florierende Firmen zu schaffen sei. Die Herausforderungen würden nicht auf Pump über den Staat finanziert.
Beim anschließenden Rundgang durch das Haus des Bürgers informierten sich die Gäste an den verschiedenen Ständen. So beispielsweise beim Fensterbauer Götz über seine Pläne für den Neubau. Firmenchef Michael Götz freut sich, einen Auszubildenden gefunden zu haben, der im Herbst beginnt. Er erklärte beispielsweise, dass er Praktika-Anfragen grundsätzlich mit Ja beantworte, egal ob für einen Tag oder für eine Woche. Auch Jürgen Rebholz teilte im Austausch mit, dass er erstmals seit sieben Jahren im Herbst wieder einen Auszubildenden im Betrieb haben werde.
Guten Zulauf hatten die Aussteller auch auf der Straße. In der Luisenstraße informierte die Bundeswehr über ihre mehr als 100 Ausbildungsberufe. Auf dem Rathausplatz gaben verschiedene Vereine ihr Bestes. Vom Trachtenverein bis hin zur Narrenzunft und am Hindenburgpark zeigten die Turner ihr Können.
1000 Besucher in der Firma
Im Gewerbegebiet freuten sich die Geschäftsleitung des Unternehmens Kunststoff Christel am Samstag über und 1000 Besucher, die bei den Führungen dabei waren. Es gab einige Praktika-Anfragen wie auch für eine Ausbildung und für Arbeitsstellen, freuten sich Rainer Christel und Markus Federspiel. Das Unternehmen wird den Standort Bad Dürrheim in absehbarer Zeit um rund 1000 Quadratmeter erweitern.
Der Abschluss am Samstag fand für diejenigen, die es etwas ruhiger haben wollten im Sure-Hotel statt und für die, die es etwas rockiger haben wollten, bei der Firma Mühlberger Auf Stocken. Und auch am Sonntag war bereits zur Mittagszeit einiges los in der Stadt.