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Gewerbepark in Neuenbürg Neue Eigentümer hüllen sich in Schweigen

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Den Kauf der alten Sparkassen-Immobilie erwägt Neuenbürgs Stadtverwaltung bereits. Foto: Jänsch

Noch im Jahr 2020 sollte der Bau eines Gewerbeparks auf der Neuenbürger Wilhelmshöhe beginnen. Aber noch ist die Freifläche hinter der Aldi-Filiale unversehrt. Der Grund: Ein Eigentümerwechsel des Grundstücks und des gesamten Projekts wurde hinter verschlossenen Türen vollzogen. Wer das Projekt gekauft hat und wie es nun damit weitergeht, lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Neuenbürg - "Wir haben das ganze Projekt verkauft", erklärt der Neuenbürger Architekt Andreas Horntrich auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Er hatte das Gebäude für die Projektentwicklungsgesellschaft "Raum + Form" seiner Frau Silvia entworfen. Einen entsprechenden vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das rund 2500 Quadratmeter große Grundstück, auf dem das Gebäude mit etwa 5300 Quadratmetern Nutz- und Gewerbefläche entstehen sollte, hatte Neuenbürgs Gemeinderat sogar bereits bewilligt.

Sparkasse hüllt sich in Schweigen

Der Grund für den Verkauf: nicht nur, aber auch die Corona-Pandemie. "So viel Nutzfläche muss man in diesen Zeiten erstmal an den Mann bringen", zeigt Horntrich auf. Im Gespräch waren seinerzeit unter anderem eine regionale Bank und ein Fitnessstudio für die Penthouse-Ebene. Zudem wäre Platz für Freiberufler und Ärzte geblieben.

Wer das Grundstück und das Projekt gekauft hat, will Horntrich nicht verraten, weil der Käufer sich noch nicht nach außen outen wolle. Eine Nachfrage beim Grundbuchamt allerdings klärt auf: Neuer Eigentümer der Fläche in der Erwin-Herbstreith-Straße ist die Sparkasse Pforzheim Calw. Die "regionale Bank", die zuvor schon für eine Ebene des Gewerbeparks im Gespräch gewesen sein dürfte, könnte sich dem Projekt nun also selbst annehmen.

Doch die Sparkasse Pforzheim Calw hüllt sich bezüglich ihres Vorhabens noch in Schweigen.

Nicht so Neuenbürgs Bürgermeister Horst Martin: Er sagt, dass die Stadt bereits dabei sei, mit dem neuen Eigentümer "die bauliche Ausnutzung des Grundstücks vor dem Hintergrund des bestehenden Bebauungsplans" zu klären. Laut Martin wisse der neue Eigentümer um das bestehende Baufenster, daher gehe er davon aus, dass die Bank sich daran halte und "keine Extrawürste gebraten werden müssen". Damit wäre das Vorhaben der Sparkasse genehmigungsfähig ohne weitere Verfahrensschritte "im Gemeinderat oder sonstwo".

Spannend ist auch, was aus dem alten Gebäude der Sparkasse in der Kernstadt wird, wenn die Filiale von dort auf den Buchberg zieht. Laut Martin verfolge die Verwaltung das Geschehen "mit wachen Augen". Immerhin habe die Stadt vor einigen Jahren das an die Sparkassen-Filiale grenzende Gebäude in der Marktstraße 17 gekauft, in dem das Café "Little Italy" zu Hause ist. "Wenn dann Haus an Haus frei wird, dann ist das natürlich noch mal interessanter für die Stadt", sagt der Bürgermeister. Dann müsse man sich selbstverständlich mit dem Kauf der Immobilie befassen – "alles andere wäre töricht", führt Martin aus.

Ähnliches Verfahren wie bei ehemaliger Volksbank-Filiale

"Für die Kernstadt ist es wichtig, dass das Gebäude einen funktionellen Mehrwert hat." Der Ansatz der Verwaltung unter Martins Führung ist: Als Eigentümer hat die Stadt es selbst in der Hand, darüber zu entscheiden, ob und wie eine Immobilie bespielt wird. Martin unterstreicht immer wieder, wie wichtig es für eine Kommune ist, auch mal leere Immobilien zu halten, die in kürzester Zeit einer neuen Nutzung zugeführt werden können. Die Frage vor jedem Kauf sei laut Martin jedoch immer: "Kann man das, was man kauft, auch später gegebenenfalls wieder veräußern."

Ähnlich war die Stadt im Sommer bereits mit den ehemaligen Räumlichkeiten der Volksbank auf der anderen Seite des Rathauses verfahren. Als diese Filiale ebenfalls auf den Buchberg zog, hat den Volksbank-Anteil der Immobilie die Stadt Neuenbürg übernommen.

"Natürlich sind die Finanzen in der näheren Zukunft mit denen der letzten Jahre nicht mehr zu vergleichen", weiß auch der Bürgermeister. Steuereinnahmen brechen weg und die liquiden Mittel und Rücklagen schrumpfen. Er sagt: "Trotzdem wäre man schlecht beraten, dann nicht auch über einen Kredit nachzudenken – gerade für solche Angebote, wenn damit ein mittelbarer und struktureller Mehrwert einhergeht." Wenn mit einem Gebäude Mieteinnahmen erzielt werden könnten, sei die Investition ohnehin refinanziert.

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