Der Zweckverband des Gewerbegebiets Straßberg-Winterlingen hat den Bebauungsplänen „Vogelherd Süd“ und „Längenfeld Süd“ zugestimmt; außerdem wurden der Vorsitzende und dessen Stellvertreter gewählt.
Die Mitglieder im Zweckverband des Interkommunalen Industrie- und Gewerbegebiets Straßberg-Winterlingen haben den Bebauungsplänen „Vogelherd Süd“ und „Längenfeld Süd“ einhellig zugestimmt. Läuft alles wie geplant weiter, könnten im Frühjahr 2025 die Satzungen dafür beschlossen werden.
Tristan Laubenstein von der Umweltplanung GmbH Fritz & Grossmann aus Balingen als Projektleiter informierte über den aktuellen Stand zum Gebiet „Vogelherd Süd, Erweiterung“, für welches im Juli 2023 das Verfahren eingeleitet worden ist.
Maßnahmen mit mehreren positiven Effekten zur Kompensation
Dieses wurde zwischenzeitlich, nach eingegangenen Stellungnahmen verschiedener Behörden, Firmen und Gemeinden überarbeitet.
„Nach der planinternen Gesamtbilanz verbleibt innerhalb des Geltungsbereiches für die Umweltbelange Tiere/Pflanzen und Boden/Grundwasser ein Kompensationsdefizit von 207 862 Ökopunkten, welches Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des Plangebiets notwendig machen“, informierte Laubenstein.
Dies könne durch externe Kompensation mit Maßnahmen erfolgen, die gleichzeitig für mehrere Umweltbelange positive Auswirkungen besitzen.
Folgt keine Einigung, wird der rechtliche Weg eingeschlagen
Auf dem Gewerbegebiet „Längenfeld Süd“ sollen neue Flächen für die Ansiedlung von Gewerbetreibenden entstehen, um der Vielzahl an Anfragen gerecht werden. Auch in diesem Gebiet entstand ein Kompensationsdefizit von 777 469 Ökopunkten, welches Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des Plangebietes notwendig macht.
Im Umlegungsverfahren „Längenfeld Süd“ konnte der Zweckverband bisher einen Großteil der Grundstücke in diesem Gebiet erwerben. Bei drei Flurstücken gelang mit den Eigentümern bisher keine Einigung über einen Erwerb oder über die Einbringung der Flächen in eine freiwillige Umlegung.
Sollte mit diesen Eigentümern keine Einigung erreicht werden, werde dem Zweckverband vorgeschlagen, offiziell ein gesetzliches Umlegungsverfahren einzuleiten. Für die Durchführung des Verfahrens entschieden die Sitzungsteilnehmer einhellig, das Büro Reiner Grießhaber aus Rottweil zu beauftragen.
Vorsitz an Straßberger, Vertretung an Winterlinger Schultes
Bei den zu Beginn abgehaltenen Wahlen wurde der Straßberger Bürgermeister Markus Zeiser einstimmig zum Vorsitzenden gewählt; seine fünfjährige Amtszeit beginnt am 28. Januar 2025.
Dasselbe Ergebnis verbuchte der Winterlinger Bürgermeister Michael Maier als stellvertretender Vorsitzender. Dieser wies jedoch darauf hin, dass seine Amtszeit in zwei Jahren ende und er dann in Pension gehen werde.