Um den Bauabschnitt im interkommunalen Gewerbegebiet Sulz/Vöhringen zu füllen, braucht es noch 40.000 Kubikmeter Erde. Die kommt aus der Region – und sogar noch mehr.
Der Bebauungsplan des interkommunalen Gewerbegebiets Sulz/Vöhringen, Abschnitt C, musste geändert werden. Der Grund dafür seien neu berechnete Abstandshöhen zu den Stromleitungstrassen der Deutschen Bahn, teilte der Verbandsvorsitzende, der Sulzer Bürgermeister Jens Keucher, bei der Sitzung des Zweckverbands InPark A81 am Dienstag im Vöhringer Rathaus mit.
Zu den Freileitungen seien Nachbesserungen gefordert worden, berichtete Fabian Gauss vom Ingenieurbüro Gauss. Das bedeutete, dass die Pflanzgebote neu festgesetzt werden mussten. Wegen der Leitung darf die Baumhöhe unter der Stromtrasse fünf Meter nicht überschreiten. Für Sträucher gilt eine maximale Höhe von vier Metern.
Korrektur wegen Landratsamt
Betroffen ist auch ein Grundstück in der Nähe des neuen Kreisverkehrs, das aufgrund der festgelegten maximalen Gebäudehöhe von 535 Meter über Normal Null schwer zu bebauen ist. Man könnte allenfalls abgraben und so das Niveau weiter nach unten legen, teilte Gauss mit. Ob das Grundstück als Öko-Ausgleichsfläche innerhalb des Baugebiets verwendet werden könnte, glaubte er nicht.
Bei der öffentlichen Anhörung sind keine wesentlichen Bedenken gegen den geänderten Entwurf eingegangen. Aufgrund der Stellungnahme des Landratsamts ist eine Korrektur der Eingriffs- und Ausgleichsbilanz vorgenommen worden.
Frist bis Dezember
Ähnlich wie bereits im ersten Bauabschnitt des interkommunalen Gewerbegebiets soll nun auch der Abschnitt C mit Erdmaterial aufgefüllt werden. Bei einer ebenerdiger Bebauung würden die Baugrundstücke attraktiver, sagte Projektleiter Uwe Schade von der STEG. Weil aus dem Gebiet heraus zu wenig Material anfällt, müssen die notwendigen Erdmassen angeliefert werden.
Rund 40.000 Kubikmeter würden benötigt. Zwei Angebote gingen ein: Den Zuschlag erhielt die Firma Gfrörer aus Empfingen, die für die Auffüllung sogar noch rund 12.400 Euro zahlt. Bedingung sei gewesen, dass bis Ende des Jahres das Gelände aufgefüllt werde. Die Firma habe dies mit einer eventuellen geringen Zeitverzögerung zugesagt. Das konnte so auch akzeptiert werden.
Kreisverkehr und Bushaltestellen
Schade: „Wir haben den großen Zeitdruck nicht.“ Er räumte dem Unternehmen eine Zeitspanne bis März kommenden Jahres ein. Nach Auskunft des Sulzer Hauptamtsleiters und Wirtschaftsförderers, Hartmut Walter, werden mehrere 100 Lastwagen mit dem Erdmaterial anfahren. Die Firma müsse darauf achten, dass die Straßen wieder gereinigt würden.
Der Abschnitt A des Gewerbegebiets erhält zwischen dem Kreisverkehr L 409 und dem Kreisverkehr der inneren Erschließung zwei barrierefreie Bushaltestellen. Die Verbandsversammlung vergab die Arbeiten an die Firma Stumpp für rund 58.000 Euro.
Halt nur bei Bedarf
Künftig sollen laut Nahverkehrsamt des Landratsamts Rottweil im „InPark A81“ zwei Buslinien verkehren. Die eine fährt von der L 409 ein und weiter ins Sulzer Gewerbegebiet Kastell. Die andere fährt nur in den „InPark“ ein und dreht am inneren Kreisel um. Für diese zweite Linie werden die beiden Haltestellen links und rechts der Straße eingerichtet werden.
Es handle sich dabei um Bedarfshaltestellen, an denen der Bus nicht immer anhalten werde, informierte Jutta Gindl vom Ingenieurbüro Gauss. Die Arbeiten sollen nach Abschluss der Erschließung des dritten Bauabschnitts im Juli/August beginnen und vier Wochen dauern.
Strom und Wasser
Eine Vollsperrung werde nicht notwendig sein. Für die neuen Haltestellen erwartet Jutta Gindl einen Zuschuss aus dem Förderprogramm des Landratsamts Rottweil in Höhe von 20.000 Euro.
Zu den aktuellen Erschließungsarbeiten im dritten Bauabschnitt informierte sie, dass ein Strommast mit Spundwänden gesichert wurde, Kanal- und Wasserleitung verlegt sowie die Randsteine gesetzt worden sind. Im Juni solle asphaltiert werden. „Es geht flott voran“, sagte sie.