Eine knappe Entscheidung im Rathaus beim Thema Gewerbegebiet. Foto: Schneider

Zur Entscheidung des Gemeinderats Sulz hat unser Leser Herbert Schmid aus Sulz-Bergfelden folgende Meinung.

Der Gemeinderat der Stadt Sulz hat mit 11:10 Stimmen das regionale Gewerbegebiet final abgelehnt. Als Daimler für sein geplantes Smart-Werk angeblich keine geeignete Fläche von circa 70 Hektar fand, wurde das Projekt in Hambach (Lothringen-Frankreich) durchgezogen, in einer Gegend mit hoher Arbeitslosigkeit, wo dann auch reichlich Fördermittel der EU geflossen sind.

 

Auf jeden Fall wurde daraufhin im Südwesten eifrig nach entsprechenden Flächen gesucht, um eine Wiederholung zu vermeiden. Der Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg hat sich dann in der favorisierten Gegend VS-Tuttlingen-Trossingen eine Abfuhr geholt, da keine Kommune Bereitschaft zeigte.

Zur Freude in der Sulzer Verwaltung wurde dann die angebotene Mühlbachebene in Bergfelden für das Projekt ausgewählt. Als Daimler dann mit dem ehemaligen Militärgelände in Immendingen eine wesentlich bessere Alternative fand, war über viele Jahre mangels Interesse nichts mehr von einer Ansiedlung zu hören. Außer dem inzwischen insolventen Batteriehersteller Northvolt war von einem weiteren ernsthaften Interessenten nichts bekannt.

Zur Entscheidung gezwungen

Die nur noch bis 31.12.2025 laufenden Optionsverträge, in denen die Eigentümer der Äcker im Falle einer Investorenzusage diese verkaufen „mussten“ zwang nun zu einer finalen Entscheidung, auch ohne Investor in Sicht und einer sehr schlechten wirtschaftlichen Lage für ein solches Vorhaben mit erhofften Einnahmen, Arbeitsplätzen usw.

Die Herren Angerer und Ammon haben sich in der Sitzung über das Verhalten der Zuhörer beschwert. Eine lautstarke Minderheit habe hier die Mehrheit dominiert. Hier möchte ich beide daran erinnern, dass Bergfelden alleine mehr Wahlberechtigte hat als Glatt, Hopfau und Dürrenmettstetten zusammen und bei einer hohen Wahlbeteiligung an der Urne über 83 Prozent gegen die Windräder auf der Dicke gestimmt haben.

Nicht immer von einer lauten Minderheit reden

Also nicht immer von einer lauten Minderheit reden, wenn zum Beispiel wie beim Bürgerentscheid alles unternommen wird, um eine Meinungsäußerung der schweigenden Mehrheit zu verhindern.

Herbert Schmid, Sulz-Bergfelden

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