Wird das Gewerbegebiet in Schwarzenberg erweitert und wenn ja, wie groß fällt die Vergrößerung aus? Foto: Krokauer

Um die mögliche Erweiterung des Gewerbegebietes in Schwarzenberg gibt es in Schömberg Zoff. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Wie es jetzt weitergeht, ist völlig offen.

In der Mai-Sitzung des Schömberger Gemeinderates stand die Erweiterung des Schwarzenberger Gemeinderates auf der Tagesordnung. In der Sitzung sollte darüber abgestimmt werden, ob das Gewerbegebiet um 1,9 Hektar erweitert wird oder nicht. Das Gremium entschied sich mehrheitlich dafür das Thema zu vertagen. Zuvor hatte der Schwarzenberger Ortschaftsrat eine Erweiterung um 1,9 Hektar abgelehnt. Der Ortschaftsrat hat aber nur eine beratende Funktion.

 

Unverbindliche Anfragen von Betrieben

Inzwischen hat der Ortschaftsrat erneut getagt und mit drei zu zwei Stimmen einen Kompromiss vorgeschlagen, wie Schwarzenbergs Ortsvorsteher Andreas Ehnis im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilte. Er selbst stimmte gegen den Kompromiss und ist weiter für eine Erweiterung um 1,9 Hektar. Ehnis weiß von unverbindlichen Anfragen von Handwerksbetrieben aus der Region, für die 1,3 Hektar benötigt würden. „Es muss bezahlbar sein“, stellte er fest. Zudem gehe es um ein eingeschränktes Gewerbegebiet, gab Ehnis zu bedenken: „Von der Pforzheimer Straße kommt mehr Lärm.“ Zudem seien die 1,9 Hektar ohnehin schon ein Kompromissvorschlag. Ein Gegner des Gewerbegebietes ist der Schwarzenberger Heinz Stuber. Er versteht nicht, warum am Ortseingang von Schwarzenberg das Gewerbegebiet erweitert werden soll. So sei der Steinkreis als Wanderziel in der Nähe. Der Heilwald sei ebenfalls nicht weit weg. Auch Kurgäste von den Kliniken im Kernort gingen dort spazieren. Stuber ist nicht grundsätzlich gegen neue Gewerbeflächen, nur nicht an diesem Ort. Die von Ehnis genannten unverbindlichen Anfragen von Betrieben für 1,3 Hektar zweifelt Stuber an. Er glaubt, dass sich manche Pläne inzwischen erledigt hätten. Wenn dem nicht so sei, sollen die Bauvorhaben offengelegt werden, findet Stuber. Dabei müssten ja keine Namen genannt werden, macht er deutlich. Nach seiner Meinung gibt es in Bieselsberg durchaus noch Flächen für Gewerbegebiete. Er nennt ein Areal in der Nähe des Vereinsheims Waldeslust. Außerdem will er wissen, was im Interkom Nordschwarzwald in Langenbrand laufe. Stuber beklagte die mangelnde Transparenz.

Doch Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn hatte in der Mai-Sitzung des Gemeinderates gesagt, dass es in Bieselsberg für mögliche Gewerbeflächen keine Erschließung gebe. Zum Interkom Nordschwarzwald sagte Leyn seinerzeit, dass das Interkom Nordschwarzwald keine Betriebe mehr aufnehmen könne.

Beratung nach der Sommerpause

Stefanie Stocker, Pressesprecherin der Gemeinde Schömberg, teilte auf Anfrage mit, dass jetzt die Wirtschaftlichkeit sowohl für eine Erweiterung um 1,9 Hektar als auch für einer Vergrößerung um lediglich einen Hektar geprüft werde: „Schließlich sollen Gewerbeflächen für Interessenten auch erschwinglich sein.“ Anschließend befasse sich der Schwarzenberger Ortschaftsrat voraussichtlich nach der Sommerpause mit dem Thema, ehe es dann in den Gemeinderat zur Beratung gehe.