Anfang Juni solle der Satzungsbeschluss des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Ziegelhüttenweg“ gefasst werden, und noch vor den Sommerferien werden die Baumaschinen für die Erschließung anrollen. Foto: Herzog

Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets im Ziegelhüttenweg kann beginnen. Der Eschbronner Gemeinderat vergab Gewerke für knapp eine Million Euro.

Der Gemeinderat hatte im Juli 2018 den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Ziegelhüttenweg“ gefasst. Zwischen Mariazell und Locherhof soll entlang der Kreisstraße 5563 und dem Ziegelhüttenweg ein rund zwei Hektar großes neues Gewerbegebiet entstehen, neben „Ob Heckenwald“ in Locherhof ein zweites.

 

Nachdem das Verfahren längere Zeit ruhte, kam Anfang 2024 wieder Schwung in das Vorhaben. Nach zwei Offenlagen steht der Satzungsbeschluss unmittelbar bevor. Nun drängt sogar die Zeit, denn eine Firma, die sich dort ansiedeln will, steht in den Startlöchern.

Zuvor muss jedoch der ökologische Ausgleich nachgewiesen werden, berichtete Bürgermeister Franz Moser in der Sitzung des Gemeinderats. Die Gemeinde werde hierfür Ökopunkte erwerben müssen.

Satzung Anfang Juni

Zwar werde ein Satzungsbeschluss erst in der Sitzung am 3. Juni gefasst, das Vorhaben besitze aber schon jetzt Baureife, weshalb Erschließungsarbeiten vergeben werden könnten, erläuterte der Bürgermeister. Das wirtschaftlich günstigste für Tief- und Straßenbauarbeiten habe die Firma Stumpp aus Balingen mit 883 400 Euro unterbreitet. Um Lieferung und Verlegung der Wasserleitung könnte sich die Firma Rack (Renquishausen) kümmern. Sie böte die Arbeiten im Ziegelhüttenweg für rund 50 000 Euro an, informierte Moser.

Abzüglich der Kosten von 5100 Euro, die andere Versorgungsträger selbst vergeben würden, betrage der Anteil der Gemeinde 926 200 Euro. Hinzu kämen noch Kosten von 185 000 Euro für Planung und Bauleitung sowie die Lieferung und Montage der Straßenbeleuchtung von etwa 10 000 Euro.

„Sehr gutes Ergebnis“

„Damit kommen wir für die Erschließung auf eine Summe von 1,121 Millionen Euro. Die Kostenberechnung vom November 2024 liegt bei rund 1,6 Millionen Euro, die im Haushalt 2025 eingestellt sind. Somit ist das ein sehr gutes Ergebnis“, folgerte der Schultes.

Während das Schmutzwasser in den Kanal der Kreisstraße fließe, werde das Oberflächenwasser durch ein Kanalbauwerk und eine Vorklärung ins Retentionsbecken Hoberten geleitet. Dadurch sei eine Vergrößerung des Volumens erforderlich.

Die Länge macht’s

Der Kanal des Oberflächenwassers sei mit DN 400 ausgeschrieben worden. Wenn diese Leitung in DN 600 gebaut werden solle, müsse mit Mehrkosten von etwa 120 000 Euro gerechnet werden. Die Entscheidung könne zu einem späteren Zeitpunkt getroffen werden, so Franz Moser.

Ratsmitglied Fred Zehnder stellte eine große Differenz zwischen Schmutz- und Regenwasserkanal von 334 000 Euro fest. „Das ist der Länge geschuldet“, klärte der Bürgermeister auf.

Einstimmig vergaben die Räte den Auftrag für die Tief- und Straßenbauarbeiten an die Firma Stumpp und die Lieferung und Verlegung der Wasserleitung an das Unternehmen Rack.