Bei der Sitzung des Zweckverbands „InPark A81“ in Sulz wurde das Bauvorhaben für einen zweiten Kreisverkehr vorgestellt und beschlossen. Auch die Planung für den dritten Abschnitt des Gewerbegebiets wurde thematisiert. Wie bei den vorherigen Abschnitten spielt der Umweltschutz hier eine große Rolle.
Das interkommunale Gewerbegebiet „InPark A81“ wird mit einem zweiten Kreisverkehrsplatz an der Kreisstraße Richtung Wittershausen (K5505) erschlossen. Gleichzeitig dient er als Zufahrt ins Sulzer Gewerbegebiet Kastell. Das Bauvorhaben ist bei der Sitzung des Zweckverbands „InPark A 81“ im Sulzer Rathaus vorgestellt worden. Weiteres Thema war die Erschließung des dritten Gewerbegebietsabschnitts.
Zusammen mit der geplanten Verlängerung der Bertha-Benz-Straße soll mit dem zweiten Kreisverkehrsplatz eine noch bessere Erschließung des gesamten InParks erreicht werden. Deutlich verbessert wird dabei auch die Fuß- und Radwegeverbindung von Kastell und Sigmarswangen zum Gewerbegebiet und nach Vöhringen.
Kreisverkehr mit breiterer Fahrbahn
Der neue Kreisel mit einem Durchmesser von 40 Metern ähnelt weitgehend dem bestehenden an der Zufahrt zum schon bebauten Abschnitt A. Wegen einer Anfrage eines Unternehmers aus dem Sulzer Gewerbegebiet Kastell sei jedoch die Fahrbahnbreite erweitert worden, teilte Jutta Gindl vom Rottenburger Ingenieurbüro Gauss mit. Der Grund: Lange Lastwägen sollen am Kreisel bei der Zufahrt nach Kastell keine Probleme bekommen.
Alle Querungen am neuen Kreisel sind barrierefrei geplant. Das gilt für gehbehinderte Menschen mit Rollatoren ebenso wie für Radfahrer. Für sie wird es parallel zur Kreisstraße einen Radweg geben. Radfahrer, so Jutta Gindl, sollten möglichst von der Kreisstraße ferngehalten werden. Der stellvertretende Verbandsvorsitzende, Bürgermeister Stefan Hammer, betonte in dem Zusammenhang, dass, von den Anschlüssen abgesehen, der Radweg jedoch Sache der Stadt Sulz sei. Dieser habe nichts mit dem Gewerbegebiet zu tun.
Bauvorhaben einvernehmlich zugestimmt
Baubeginn des neuen Kreisverkehrs wird nach Ostern sein. Eine gewisse Erschwernis für die Arbeiten ist, dass die Kreisstraße als Umleitung für die Autobahn offen gehalten werden muss. Während des Baubetriebs soll der Verkehr mit Ampel geregelt werden. Ende August wird dem Zeitplan zufolge die Tragdecke aufgebracht.
Dem Ausbau der Einmündung Meboldstraße/K5505 zu einem Kreisverkehrsplatz stimmte die Verbandsversammlung einvernehmlich zu und beauftragte die Verwaltung mit dem Ausschreibungsverfahren.
Umweltschutz spielt eine große Rolle
Wie zuvor bei den erschlossenen Gewerbegebietsabschnitten A und B spielt der Artenschutz im dritten Abschnitt C ebenfalls eine große Rolle. „Bestimmte Artengruppen könnten ein Totschlagargument für die Planung sein“, erklärte Landschaftsplanerin Waltraud Pustal, die von Anfang an bei der Erschließung des InParks mitgewirkt hat. Sie zeigte auf, welche umfangreichen Maßnahmen bisher schon notwendig waren, um Umweltschutzbestimmungen einzuhalten.
Im Abschnitt B, der sich zu einem Biotop entwickelt hatte, mussten beispielsweise Zauneidechsen aufwendig mit schwarzen Folien vergrämt werden. Für sie wurden in den Randbereichen neue Lebensräume angelegt. „Es ist keine einzige Eidechse getötet worden“, versicherte die Landschaftsplanerin.
Für Feldlerchen sind Blühstreifen angelegt worden. Auch außerhalb des Gewerbegebiets wurden Maßnahmen getroffen, die der Erschließung mit Öko-Punkten zugeordnet wurden, so beispielsweise die Fischtreppe beim Wasserkraftwerk am Wuhr in Sulz.
Planungsleistungen einstimmig vergeben
Für den Abschnitt C werden Bäume und Hecken gepflanzt, Wiesen gesät, Stein- und Totholzhaufen angelegt. Einschließlich Herstellung und Pflege kommt dafür eine Summe von mehr als 600 000 Euro zusammen.
Die Planungsleistungen für die Freianlagen im Abschnitt C des InParks vergaben die Mitglieder des Zweckverbands einstimmig wieder an das Büro Pustal aus Pfullingen zu einem Honorar von knapp 75 000 Euro.