Im Gewerbegebiet Interkom in Langenbrand tut sich einiges. Es rollen die Bagger. Foto: Wolfgang Krokauer

Vor mehr als eineinhalb Jahrzehnten fiel der Startschuss für das Gewerbegebiet Interkom Nordschwarzwald in Langenbrand. Inzwischen ist es belegt – und es wächst weiter.

Die Gemeinden Schömberg, Engelsbrand und Unterreichenbach gründeten im Februar 2010 den Zweckverband Interkom Nordschwarzwald.

 

Der erste Bauabschnitt wurde 2011 fertig, wie im Vorbericht zum Haushalt des Zweckverbandes für das Jahr 2026 zu lesen ist.

Er hat eine Fläche von 5,7 Hektar, teilte Stefanie Stocker, Pressesprecherin der Gemeinde Schömberg, auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Allerdings lief der Verkauf zunächst zäh an. Das hat sich inzwischen geändert. Der zweite Bauabschnitt mit einer Fläche von rund 1,2 Hektar ist inzwischen weitgehend realisiert. Dort rollten jetzt einige Bagger, teilte Verbandsrechner Ralf Busse in der jüngsten Versammlung des Zweckverbandes mit. Der geplante dritte Bauabschnitt des Interkom hat eine Fläche von 1,72 Hektar, sagte Gemeindesprecherin Stocker auf Nachfrage. Für den dritten Bauabschnitt stehen noch der Bebauungsplan und der nötige Grunderwerb durch ForstBW an, heißt es im Vorbericht zum Haushalt für 2026.

Das Interkom Nordschwarzwald in Langenbrand wächst weiter. Foto: Wolfgang Krokauer

Grund wohl bis Ende 2026 gekauft

„Nach langen und schwierigen Verhandlungen zeichnet sich nun eine Lösung ab, so dass der Grunderwerb voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen werden kann“, ist in diesem Vorbericht zum Haushalt 2026 zu lesen. Damit gebe es klare Perspektiven für die weitere Planung.

Der Zweckverband finanziert das Gewerbegebiet im Wesentlichen über Grundstückserlöse. „Das Interesse an Gewerbeflächen ist vorhanden, so dass eine zügige Vermarktung nach der Erschließung erwartet werden darf“, steht in dem Vorbericht.

Wenn die positive Entwicklung nach der Verwirklichung des dritten Bauabschnittes weiter anhält, könnte es künftig sogar Ausschüttungen für die beteiligten Gemeinden geben. Zum Jahresende 2025 hatte der Zweckverband liquide Mittel in Höhe von rund 2,83 Millionen Euro.

„Zusammen mit den erwarteten Erlösen reicht dies aus, um den dritten Bauabschnitt ohne Umlagen oder Kreditaufnahmen zu finanzieren“, heißt es im Vorbericht zum Haushalt 2026. Diese liquiden Mittel sind sozusagen der Geldbeutel des Zweckverbandes.

„Sehr komfortable Ausgangslage“

Zum Jahresende 2026 stehen noch rund 1,8 Millionen Euro an liquiden Mitteln zur Verfügung. Im Vorbericht ist von einer „sehr komfortablen Ausgangslage für die bevorstehenden Aufgaben“ die Rede.

Die liquiden Mittel fallen voraussichtlich bis Ende 2027 auf knapp 1,7 Millionen Euro, um anschließend bis Ende 2029 wohl wieder auf fast 2,8 Millionen Euro anzusteigen. Für den anstehenden dritten Bauabschnitt rechnet der Zweckverband mit Kosten in Höhe rund 2,3 Millionen Euro. Es sind Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 1,1 Millionen Euro vorgesehen, damit in 2026 die Bauaufträge erteilt werden können, die das Folgejahr 2027 betreffen. Die Verbandsversammlung beschloss den Haushalt für 2026.

Schultes Stepan ist neuer Vorsitzender

Bei Versammlung des Zweckverbandes wurde Schömbergs neuer Bürgermeister Matthias Stepan zum Verbandsvorsitzenden gewählt. Neuer stellvertretender Verbandsvorsitzender wurde Carsten Hoffmann. Er wurde kürzlich zum Bürgermeister von Engelsbrand gewählt.

Stepan gab bekannt, dass es im Interkom ein Sommerfest mit den Bürgermeistern und den dortigen Unternehmern geben wird.