Bis auf Beleuchtung, Beschilderung und Restarbeiten ist das Gewerbegebiet „Ziegelhüttenweg“ erschlossen. Die Kosten werden mit 1,2 Millionen Euro unter der Kalkulation bleiben.
Auf der Anhöhe zwischen den Ortsteilen Mariazell und Locherhof blies am Dienstagabend den Gemeinderäten, Bürgermeister Franz Moser und Hauptamtsleiter Michael Pfaff ein unangenehmer Nordostwind um die Ohren. Sie besichtigten im Vorfeld der Ratssitzung das erste erschlossene Gewerbegebiet auf Mariazeller Gemarkung mit der Bezeichnung „Ziegelhüttenweg“.
Gespräche mit potenziellen Bauherren laufen
Von dem 2,7 Hektar großen Geltungsbereich, wovon 2,35 Hektar auf Gewerbebauflächen entfallen, sind noch 2,08 Hektar verfügbar, denn für den weit fortgeschrittenen Neubau der Firma Rund um Kaffee der Familie Scheck sind bereits 2700 Quadratmeter veräußert. Außerdem gibt es aktuell Gespräche mit weiteren potenziellen Bauherren, wie der Bürgermeister auf Anfrage verriet.
Ihm zufolge wurden in der Woche nach Ostern in die Erschließungsstraße „Eschbronner Straße“ die Tragdeckschicht und tags darauf der Feinbelag eingebaut. Von der Wendeplatte aus sei ursprünglich eine Fußwegverbindung zur Ziegelhüttenstraße geplant gewesen. Man habe sich jedoch dazu entschlossen, sie als landwirtschaftlichen Weg auszubauen. Dadurch sei es möglich, ab da den Ziegelhüttenweg bis zu Firma Echle zu sperren und später rückzubauen, erläuterte Moser. Entlang der Erschließungsstraße sei die Herstellung eines einseitigen Gehwegs vorgesehen gewesen, aber aus Kostengründen darauf verzichtet worden. Der Fußgängerverkehr werde sich im Gewerbegebiet in Grenzen halten.
Sparmaßnahmenzeigen Wirkung
In die Erschließungsstraße verlegt worden seien Gas, Glasfaser, Wasser und Strom sowie ein Schmutzwasserkanal, der ans Netz in der Mariazeller Straße angeschlossen worden sei, schilderte der Bürgermeister. Das Oberflächenwasser werde separat in eine Retention im Wohnbaugebiet „Hoberten IV“ eingeleitet, wofür extra ein zweites Becken hergestellt worden sei.
Ursprünglich hätten die Kosten für die Erschließung 1,9 Millionen Euro betragen. Durch Sparmaßnahmen sei man auf 1,6 Millionen Euro gekommen. „Es sind noch nicht alle Rechnungen eingegangen. Dennoch gehe ich davon aus, dass wir bei circa 1,2 Millionen Euro landen werden“, stellte Moser in Aussicht.
Als zusätzliche Maßnahme sei die Erneuerung des Gehwegs auf etwa 300 Metern ab der Einmündung in den Ziegelhüttenweg Richtung Mariazell hinzugekommen. Das Straßenbauamt habe die Gelegenheit genutzt und den Fahrbahnbelag der Kreisstraße 5563 im Einmündungsbereich großzügig erneuert.
Im Gebiet fehlten jetzt noch Beleuchtung und Beschilderung. Bis auch das umgesetzt sei, müsse die Eschbronner Straße für den Verkehr gesperrt bleiben. Bis zum Wochenende wolle die Baufirma mit dem Sandfangbecken fertig sein.