Die frühere Zufahrtsstraße ins Wetzel-Werksgelände heißt inzwischen offiziell Sodastraße und ist dem öffentlichen Verkehr gewidmet. Sie wird im Zuge der Entwicklung des Areals vernünftig ausgebaut und bekommt einen Wendekreisel. Foto: Tim Nagengast

Wie sich das frühere Wetzel-Areal weiterentwickeln soll, ist im Gemeinderat umstritten. Vor allem, was Betriebsleiterwohnungen angeht, herrscht noch Klärungsbedarf.

Nach intensiver Debatte hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Weg freigemacht für die fünfte Teiländerung des bestehenden Bebauungsplans „Solvay – Wetzel-Areal“ im Süden von Wyhlen. Konkret geht um die Entwicklung und verkehrstechnische Anbindung des rund 5,4 Hektar großen Areals zwischen Salzwerk-, Solvay-, Sodastraße und Thomasbodenweg, also die Fläche vom Scalzillo-Gebäude bis zum Ende des Hochgestades am kleinen Parkplatz, wo der Thomasbodenweg beginnt. Hier sollen Grundstücke für neues Gewerbe entstehen.

 

Neue Stichstraße

Um die sich ansiedelnden Firmen anfahren zu können, wird die Sodastraße ausgebaut und mit einem südlichen Wendekreisel versehen. Der Thomasbodenweg bleibt weiterhin Fußgängern und Radfahrern vorbehalten, wird aber verbessert. So schmal, wie er ist, bleibt auch der Langetränkeweg. Er wird aber künftig südlich an einem von der Solvaystraße her anzulegenden Durchstich anschließen. Dieses kleine Sträßchen wird ein Stückchen nach Westen ins neue Gewerbeareal hineinführen und dort an einem Wendekreisel enden.

Bauzwang wird kommen

Was die Bebauung angeht, sollen die Gebäude allesamt begrünte Flachdächer erhalten und maximal elf Meter hoch werden dürfen. Grünstrukturen und der Erhalt von möglichst vielen der Bestandsbäume sollen das Gewerbegebiet auflockern. Dass die aktuelle Planung derzeit keine Möglichkeit zum Bau von Betriebsleiterwohnungen vorsieht, stieß im Gemeinderat nicht gerade auf Gegenliebe. Peter Weber (FW) wünschte sich solche nämlich als „Anreiz“.

Hier stimmte Sabine Gampp (CDU) zu. Sie bat außerdem darum, die ursprünglich angedachte Gebäudehöhe von 15 Metern zu ermöglichen und dabei auch an weitergehende Planungen für das Umfeld zu denken, „denn diese gibt es“.

Betriebsleiterwohnungen als „Anreiz“

Der von Katja Schäfer (SPD) angemahnte Bauzwang für Grundstückskäufer wird, wie KE-Vertreter Frank Lorkowski ausführte, in die Kaufverträge aufgenommen. Die Bauherren sollen eine Frist von zwei bis drei Jahren gesetzt bekommen, ehe das Grundstück sonst wieder an die Gemeinde zurückfällt.

Benz will „reines Gewerbe“

Was die Betriebsleiterwohnungen – dieser Punkt soll noch separat geklärt werden – angeht, warnte Bürgermeister Tobias Benz vor „schöner Wohnen am Rhein“, um das es eben nicht gehen dürfe, sondern um reines Gewerbe.