Bei der Gewässerschau begutachteten Vertreter des Landratsamts Calw den Zustand des Bömbachs und seiner umliegenden Natur. Foto: Daniel Merkle

Im Rahmen der Gewässerschau überprüften Experten den Bömbach zwischen Spielberg und Egenhausen auf seinen aktuellen Zustand. Das muss am Bach geändert werden.

Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn wurde jetzt die Natur um den Bömbach bei Egenhausen und dem Altensteiger Stadtteil Spielberg unter die Lupe genommen. Nach mehr als 20 Jahren fand an dem Bach wieder eine Gewässerschau statt.

 

Nach dem Wassergesetz sind die umliegenden Gemeinden eigentlich dazu verpflichtet, mindestens alle fünf Jahre eine Gewässerschau durchzuführen und bei Missständen deren Behebung einzuleiten. Im Fall des Bömbachs hatte die bisher letzte Schau im Jahr 2005 stattgefunden. Eine Untersuchung war also überfällig. Und das ist nun der aktuelle Stand des Gewässers und seiner umliegenden Natur.

Das wurde am Bömbach bemängelt

Vertreter des Landratsamts Calw begutachteten den Gewässerabschnitt vom Spielberger Regenüberlaufbecken bis hin zum Waldrand an der Egenhäuser Siedlung „Ölmühle“, wie bei der vergangenen Egenhäuser Gemeinderatssitzung berichtet wurde.

Die Gutachter hätten vereinzelt Müllablagerungen bemängelt, die sich in der Natur am Bachufer angesammelt hatten. Die Eigentümer seien entsprechend anzuschreiben.

Müllablagerungen am Bachufer wurden von den Gutachtern kritisiert. Foto: Manuel Virág

Außerdem hätten sie sich stellenweise an dem Grasschnitt an der Uferböschung sowie an möglicherweise ungenehmigten Brücken gestört, wie aus dem Bericht der Gemeinde Egenhausen hervorgeht. Auch vereinzelte Holzlagerungen seien kritisiert worden.

Die Gutachter wiesen darauf hin, dass das Bachufer aufgrund des Hochwasserschutzes in einem Abstand von fünf Metern von jeglichen Zäunen, Holzablagerungen oder baulichen Anlagen freigelassen werden müsse.

Zwar nicht von den Fachleuten, aber von den Gemeinderatsmitgliedern wurde in der Sitzung angemerkt, dass es an einzelnen Stellen unerlaubte Wasserentnahmen gegeben habe.

Insgesamt in gutem, naturnahem Zustand

Insgesamt sei dem Bömbach aber ein guter Zustand bescheinigt worden, verkündete Bürgermeister Sven Holder. Insbesondere der untere Abschnitt des Bachs an der „Ölmühle“ gelte als Musterbeispiel für ein artenreiches und naturnahes Gewässer.

Die Fachleute seien dort wegen der Naturschönheiten fast ins Schwärmen gekommen, heißt es im Bericht.

Holder kündigte an, die Mängel schnellstmöglich beheben zu lassen und sich mit den Eigentümern der möglicherweise unzulässigen Brücken in Verbindung zu setzen. Diese Brücken seien Privatbesitz, erklärte er. Derzeit stellten diese allerdings keinerlei Gefahr für die Öffentlichkeit dar.