Die Stadtverwaltung empfiehlt vor der Gemeinderatssitzung am Dienstag, sich einen Schnelltest zu unterziehen. Foto: cheurer/dpa

Eine umfangreiche Tagesordnung mit spannenden Themen wie dem Bau eines Drogeriemarktes im Madertal oder dem nächsten Schritt beim geplanten Neubau eines Kindergartens in Weildorf hat der Haigerlocher Gemeinderat am morgigen Dienstag, 23. November, im Bürgerhaus abzuarbeiten.

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Haigerloch - Über der Sitzung schwebt jedoch die derzeit stark ansteigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen. Und die machen die Stadtverwaltung vorsichtig. Zwar unterliegen Gemeinde- und Ortschaftsratssitzungen nicht den aktuell in der "Alarmstufe" geltenden Corona-Bestimmungen für öffentlichen Veranstaltungen, wie das städtische Sachgebiet für Recht und Ordnung in einer Pressemitteilung erklärt, dennoch sei hinsichtlich der sich zuspitzenden Lage unbedingt Vorsicht geboten.

Die Stadtverwaltung bittet daher die Besucher der öffentlichen Gemeinderatssitzung – egal ob geimpft oder nicht –­ auf freiwilliger Basis daheim oder gegebenenfalls vormittags bei der Arbeit einen Corona-Schnelltest durchzuführen. Dies diene der Sicherheit aller Anwesenden. Auch an die Mitglieder des Gemeinderats ist gedacht: für sie besteht vor der Sitzung im Rathaus eine Testmöglichkeit. "Ebenfalls auf freiwilliger Basis", wie Sachgebietsleiter Fabian Rühle betont.

Neben dem weiteren Vergabeverfahren für den Kindergartenbau in Weildorf und der Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen zum Drogeriemarkt im Gewerbegebiet Madertal, steht auch der Bebauungsplan "Schlattäcker" in Weildorf auf der Tagesordnung. Hier werden die eingegangenen Stellungnahmen erörtert. Nach der Billigung der Planungen durch den Gemeinderat muss der Bebauungsplan erneut in die öffentliche Auslegung.

Weitere interessante Themen: Die Sanierung der Häselbühlbrücke bei der Fischzucht Belser in Gruol, die Neufassungen der so genannten Streupflichtsatzung und der schon öfters im Gemeinderat heiß diskutierten Hundesteuersatzung. Der Gemeinderat soll zudem einen Beschluss zum Beitritt der Stadt in den "Förderverein Hospiz Johannes" fassen. Die Landkreise Sigmaringen und Zollernalb schaffen nämlich derzeit mit finanzieller Unterstützung durch die Dr.-Hermann-Schwörer-Stiftung gemeinsame eine solche Hospizeinrichtung. Das Gebäude ist bereits im Bau, die Inbetriebnahme ist für den Herbst 2022 vorgesehen.

Entscheiden muss der Gemeinderat zudem über eine Bürgschaftsübernahme für den Bürgerverein Owingen, damit dieser das Volksbankgebäude kaufen kann. Es geht auch um zwei neue Fahrzeuge für den Bauhof.

Die öffentliche Sitzung beginnt um 18.30 Uhr, die aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sind zu beachten.