Die Pläne erläuterten (von links) OB Klaus Eberhardt, die Gesundheitsbeauftragte der Stadt Rheinfelden, Nicole Riße-Hasenkamp und der Wohnbau-Geschäftsführer Markus Schwamm bei der Pressekonferenz. Foto: Heinz Vollmar

Die Stadt wird in enger Kooperation mit der Städtischen Wohnbau an der Römerstraße ein eigenes Gesundheitszentrum realisieren.

Bei einer Pressekonferenz der Stadt Rheinfelden, an der auch die Gesundheitsbeauftragte der Stadt, Nicole Riße-Hasenkamp neben OB Klaus Eberhardt und dem Wohnbau-Geschäftsführer Markus Schwamm teilnahm, wurden die Planungen für ein Gesundheitszentrum vorgestellt.

 

Realisiert werden soll das Vorhaben auf einem städtischen Grundstück gegenüber dem zentralen Feuerwehrhaus. Als Bauträger und Eigentümer des Gesundheitszentrums wurde die Städtische Wohnbau genannt, die jedoch das Gebäude an die Stadt vermieten wird, während das Grundstück im Erbbaurecht überlassen werden soll.

Im Rahmen eines Gesamtkonzeptes sollen im Gesundheitszentrum Dienstleistungen einer Apotheke, verschiedene Arztpraxen und Pflegedienstleistungen installiert werden. Hinzukommen soll ein Café, ein soziales Case-Management, das auch die niedergelassenen Ärzte entlasten soll, während in den Obergeschossen Wohnungen für Ärzte und Bedienstete vorgesehen sind.

Stadt muss dicke Bretter bohren

Der Baubeginn für das neue Gesundheitszentrum soll im dritten Quartal 2026 erfolgen. Im Rahmen einer Pressekonferenz mit Landrätin Marion Dammann, OB Klaus Eberhardt, dem Klinikgeschäftsführer Udo Lavendel und dem Wohnbau-Geschäftsführer Markus Schwamm war bekannt geworden, dass die Kreiskliniken das ehemalige Klinikgebäude in Rheinfelden samt Grundstück schon in der kommenden Woche an die Städtische Wohnungsbaugesellschaft verkaufen werden (wir berichteten), um dort eine strategische Quartiersentwicklung mit Schwerpunkt Wohnraum zu planen.

Die Überlegungen an gleicher Stelle, ein Medizinisches Versorgungszentrum zu etablieren, gehören somit der Vergangenheit an. Bei der eigenen Pressekonferenz am Dienstagnachmittag sprach Oberbürgermeister Klaus Eberhardt daher auch von einem Quantensprung im Hinblick auf die Quartiersentwicklung auf dem ehemaligen Klinikareal und der Realisierung eines seit langem gewünschten Gesundheitszentrum. Gerade was das Gesundheitszentrum angehe, hätte man die Bevölkerung auch nicht mehr länger hinhalten können, so der OB in Bezug auf die prekäre Ärzteversorgung in Rheinfelden.

Absichtserklärungen für das Zentrum liegen vor

Die Stadt habe daher in vielen, teils schwierigen Verhandlungen die Voraussetzungen für die Entwicklung auf dem ehemaligen Klinikareal wie auch für das Gesundheitszentrum geschaffen. Zustimmung für das Gesundheitszentrum habe so auch der Aufsichtsrat der Städtischen Wohnbau gegeben, um das mit 20 Millionen Euro bezifferte Vorhaben zu realisieren.

Vielversprechende Gespräche habe darüber hinaus die Gesundheitsbeauftragte Nicole Riße-Hasenkamp mit Partnern und Ankermietern für das Gesundheitszentrum geführt, so dass man auch in Bezug auf den demografischen Wandel ein zukunftsfähiges Projekt umsetzen könne.

Durch die Verzahnung der verschiedenen Dienstleistungen im Gesundheitszentrum sei das Vorhaben daher auch für viele Ärzte attraktiv, so der Oberbürgermeister.

Die Gesundheitsbeauftragte bestätigte auf Nachfrage darüber hinaus, dass man auch mit der Kassenärztlichen Vereinigung in engem Austausch sei und auch von dieser Seite Unterstützung erfahre. Im Hinblick auf die zu gewinnende Ärzte und Dienstleistungen für das neue Gesundheitszentrum sprach sie von entsprechenden Absichtserklärungen über die man bereits verfüge.

Als eine Herzensangelegenheit bezeichnete der Geschäftsführer der Städtischen Wohnbau, Markus Schwamm die Realisierung des Gesundheitszentrums an der Römerstraße. Er betonte bei der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag, „sowohl die Schaffung von Wohnraum auf dem ehemaligen Klinikareal als auch die Gesundheitsversorgung seien Schlüsselaufgaben der Stadt und die Wohnbau helfe hier gerne. Wir freuen uns, wenn wir einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung in Rheinfelden leisten können.“

OB Klaus Eberhardt stimmte dem zu und meinte, dass ihm ein Stein vom Herzen falle. „Ich kann die Not und die Ungeduld der Bevölkerung in dieser Frage verstehen“, so der OB. Daher sei nun eine zukunftsweisende Lösung gefunden worden.