Bürgermeister Martin Ragg hatte die Bürger aus Fischbach im Rahmen eines Dorf-Spaziergangs dazu eingeladen, mit ihm über kommunale Themen ins Gespräch zu kommen.
Mit Peter Engesser, Alexander Rist und Albert Roth war die Runde zwar klein, trotzdem wurde eine Vielzahl von Themen angesprochen.
Unter anderem ging es um die finanzielle Lage der Gemeinde, die auch in Niedereschach angespannt ist, weil den Kommunen immer mehr Aufgaben von Bund und Land übertragen werden – und dies ohne ausreichende Finanzierung, wie Ragg betonte. In der kleinen Runde war man sich schnell einig: Wer bestellt soll nach dem Konnexitätsprinzip auch bezahlen.
Weitere Themen waren eine sichere Verkehrsführung in der Fischbacher Ortsmitte und damit verbunden sichere Fußgängerüberwege, die geplante barrierefreie Bushaltestelle in der Ortsmitte, der ÖPNV und das geplante Neubaugebiet „Steigäcker II“, bei der der Bebauungsplan in diesem Jahr auf jeden Fall noch in die Offenlage gehen werde.
Hohe Buskosten
Alexander Rist kritisierte die hohen und kinderreiche Familien belastenden Schülerbeförderungskosten von Fischbach nach Deißlingen, die bei 45 Euro pro Monat liegen. Wer nur den Schülerverkehr nutze, habe nichts davon, dass diese Monatskarte auch auf anderen Strecken nutzbar ist, monierte Rist.
Langes Warten auf die Schulhofsanierung
Mit Blick darauf, was die Gemeinde für „finanzielle Klimmzüge“ gemacht habe, um im Kernort Niedereschach wieder eine Apotheke zu etablieren, kritisierte Rist das lange Warten auf die Schulhofsanierung in Fischbach. Mit dieser habe man bereits begonnen und diese werde den Worten Raggs zufolge noch in diesem Jahr auch abgeschlossen. Zudem werde es im Bereich der Schulmensa Verbesserungen an der Fischbacher Grundschule und einen Zugang zu der neuen Mensa vom Pausenhof geben.
Albert Roth bat darum, den früher vorhandenen Fußweg von der Königsfelder Straße her in Höhe des früheren Anwesens der Familie Bihl wieder herzurichten und den dazugehörigen Steg über den Glasbach wieder freizugeben. Ragg sagte zu, dieses Thema mit Ortsbaumeister Hartmut Stern, der damit befasst sei, zu besprechen.
Peter Engesser lenkte das Thema auf aus seiner Sicht fehlende Leitplanken in der Schramberger Straße in Höhe der Neubauten im Bereich des früheren „Kempel-Areals“ und auf die neue Erddeponie im Bereich des Klosterhofes zwischen Fischbach und Schabenhausen. Ragg erläuterte die Hintergründe, weshalb die Gemeinde eine eigene Erddeponie benötigt.