Andreas Goldschmidt (von links), Martina Braun, Jürgen Kemmelmeier und Silvia Zirlewagen tauschen sich über die aktuelle Schulsituation aus. Foto: Hauser

Eltern des Otto-Hahn-Gymnasiums mit Realschulzweig (OHG) in Furtwangen zeigen im Gespräch mit der Grünen-Landtagsabgeordneten Martina Braun Probleme der Schüler in Zeiten der Corona-Pandemie auf.

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Furtwangen - Die Schulen dringend für den Präsenzunterricht öffnen, da Kinder und Eltern am Ende ihrer Kräfte sind – so lautete ein Kernanliegen von Eltern bei einem Gespräch mit der Landtagsabgeordneten der Grünen, Martina Braun. Sie war einer Einladung des Otto-Hahn-Gymnasiums mit Realschulzweig (OHG) gefolgt.

Bei dem Treffen tauschten sich die OHG-Elternvertreter Silvia Zirlewagen und Andreas Hauser sowie die Schulleitung Andreas Goldschmidt und Jürgen Kemmelmeier mit Martina Braun aus. Die Elternschaft sei überzeugt, dass ihre Kinder mit der von der Politik eingeführten Testpflicht in Kombination mit den aktuellen Hygienekonzepten an Schulen ausreichend geschützt seien, heißt es in einer Pressemitteilung.

Aus diesem Grund stünde sie einem Dauerbetrieb unabhängig der Inzidenz offen gegenüber. Die kurzfristigen Wechsel zwischen Präsenz-, Wechsel- und Fernunterricht seien nicht mehr akzeptabel.

Ein weiteres wichtiges Anliegen war die Forderung nach klar definierten politischen Perspektiven. Da sich Eltern wie Lehrer der vorhandenen Lernlücken bewusst seien, erhoffe man sich kurzfristig eine politisch klare Aussage, wie die Kinder in das nächste Schuljahr wechseln werden. Anhand dieser dringend benötigten Richtungsweisung brauche es ein schnell umsetzbares Konzept, um die Lernlücken nicht noch größer werden zu lassen. Mittelfristig – bis zu den Sommerferien – fordern die Eltern ein Konzept wie der Schulbetrieb mit Blick auf die kommenden Wintermonate aussehen kann. Hier brauche es frühzeitige Gespräche und Planungen, damit zum Schulstart alles steht.

Pandemie erfordert Flexibilität und Mut

Dass die Pandemie Flexibilität und Mut erfordere, sei allen Beteiligten bewusst. Diesbezüglich entstand eine Idee, wie man den Schulbetrieb am OHG noch sicherer gestalten könnte. Hierbei denke man, zusätzlich zu den aktuellen Vorschriften, an den Einsatz mobiler Luftfilteranlagen. Der Gedanke zu einem Modellversuch, eventuell begleitet durch die Hochschule Furtwangen, war geboren. Diese Idee nahm Martina Braun gerne mit. Entsprechende Erstgespräche mit den zuständigen Ansprechpartnern sollen laut Mitteilung in den kommenden Tagen gesucht werden.

Aus dem Blickwinkel der Schulleitung wurde ergänzt, dass man sich zwischenzeitlich gut auf das Vermitteln des Lernstoffs im Homeschooling eingestellt habe. Trotz der Distanz stehe man mit den Kindern in regem Austausch. Allerdings sei man sich einig, dass Homeschooling ergänzend sinnvoll sei, aber niemals den Präsenzunterricht am Kind ersetzen könne.

Kinder leiden unter fehlenden Kontakten

Das persönliche Miteinander beim gemeinsamen Erarbeiten der Aufgaben, die Struktur und der Alltag, den die Pädagogen den Kindern während des Präsenzunterrichts an die Hand geben, seien nicht zu ersetzen. Aber nicht nur die schwierige Schulsituation bereitet den Eltern Sorgen. Die Kinder litten immens unter fehlenden Ausgleichsmöglichkeiten zum Lernen. Sämtliche Vereinsaktivitäten, selbst das Bolzen auf dem Fußballplatz, seien seit Monaten untersagt, viele soziale Kontakte weggebrochen. "Kinder brauchen Kinder um sich weiterentwickeln zu können", so der Appell der Eltern.

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