Bei der Weltmeisterschaft der Gespannfahrer in Frankreich haben Steffen Brauchle und Anna Genkinger mit der deutschen Mannschaft den Vizetitel bejubelt.
Es war die zehnte Weltmeisterschaft für Steffen Brauchle mit dem Pony-Vierspänner. Nur noch Routine? „Klar hat man die Erfahrung, ist aber trotzdem angespannt. Schließlich will man die Leistung bringen. Und es geht um alles“, sagt Brauchle, der 2019 den WM-Titel im Einzel holte und mit der Mannschaft mehrfach Welt- und Vizemeister wurde. Seine Leistung hat er im französischen Le Pin-au-Haras (Normandie) wieder abgerufen und den Vizeweltmeistertitel gewonnen.
Dabei hatte der 37-Jährige aus Pfalzgrafenweiler-Bösingen zwei neue Ponys in sein Gespann eingebaut und war begeistert, von deren Leitung. „Von Anfang an lief es sehr gut“, so Brauchle. In der Dressur lag er zum Start der Weltmeisterschaft mit seinem Gespann auf Platz zwei und sorgte hier schon für eine kleine Überraschung, denn er ließ Marijke Hammink hinter sich. Die Niederländerin hatte zuletzt dominiert und so war Rang zwei bereits ein „großer Schritt“, sagt der Bösinger.
Im Marathon war Hammink wiederum stark und setzte sich durch. Brauchle wurde erneut Zweiter. „Die Niederländerin hat dann die Gesamtführung übernommen und hatte genau einen Punkt Vorsprung. Mir war klar, dass ich im Kegelfahren, den Druck auf sie erhöhen musste“, sagt Brauchle, der vor Hammink an der Reihe war. Dem 37-Jährigen gelang einen starke Nullrunde – also null Fehler. Doch die Niederländerin zeigt, dass sie mit dem Druck umgehen konnte und legte ebenfalls eine Runde ohne Fehler hin und wurde Weltmeisterin. Steffen Brauchle wurde Vizeweltmeister, worüber die Freude auch groß war, denn erneut zeigte sich das starke Starterfeld.
Quäntchen Glück gehört dazu
Unter den 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war das Niveau sehr hoch. „Alle waren topfit. Es war Wahnsinn. Im Ponysport ist die Spitze ganz dicht beieinander. Und das Quäntchen Glück gehört dazu“, so Brauchle.
Das Glück fehlte auch Brauchles Schwägerin Anna Genkinger. Die war in einem noch größeren Starterfeld unterwegs. Insgesamt 44 Sportlerinnen und Sportler gingen an den Start. Am Ende wurde Genkinger Fünfte, hatte aber wenig Abstand zur Spitze.
Nach einer super Dressur hatte Regen das Gelände rutschig gemacht und zu allem Übel fiel noch unglücklich ein Ball. Am Ende durfte sie sich aber doch freuen, denn mit dem Team hatten Genkinger und Brauchle den Vizetitel geholt. „Zum Abschluss fuhr sie eine Nullrunde beim Kegelfahren. Das war ganz wichtig für das Endergebnis der Mannschaft“, gab es viel Lob vom Schwager für die 28-jährige Anna Genkinger.