Der Geschichts- und Heimatverein Villingen bringt die 49. Auflage von „Villingen im Wandel der Zeit“ heraus. Auf 168 Seiten werden Geschichte und Gegenwart lebendig.
Einer der Höhepunkte im Jahr des Geschichts- und Heimatvereins Villingen (GHV) ist das Erscheinen des Jahreshefts „Villingen im Wandel der Zeit“.
Die 49. Auflage verspricht auf ihren 168 Seiten wieder Wissenswertes und Unterhaltsames, neue Erkenntnisse aus der reichhaltigen Geschichte Villingens, Berichte aus Gesellschaft sowie Politik, die interessante Ausblicke in die Zukunft aus recht unterschiedlichen Blickwinkeln der Autoren geben.
Aus dem Nähkästchen haben die beiden scheidenden kirchlichen Dekane Josef Fischer und Wolfgang Rüter-Ebel beim Interview mit dem Geschichts- und Heimatvereinsvorsitzenden Rupert Kubon geplaudert und auf die Zeit ihres Wirkens in Villingen zurückgeblickt.
Türme des Münsters
Vergangenes wird in den Aufsätzen über die Türme des Villinger Münsters und dem barocken Turm der Benediktinerkirche von Jochen Schultheiß sowie nochmals eine Betrachtung zu Villingens Haltung im Bauernkrieg von Michael Buhlmann beleuchtet. „Gerade diese Positionierung der Stadt hatte übrigens sehr nachhaltige Folgen, denn sie führte ganz wesentlich zur Aufwertung des Stadtwappens zehn Jahre später mit dem roten Tiroler Adler durch Kaiser Karl V. und seinen Bruder, den damals zuständigen Landesherrn Ferdinand I.“, schreibt Rupert Kubon in seinem Vorwort.
In die jüngere Vergangenheit führt der Artikel von Edgar Tritschler, Vize-Vorsitzender und Redaktionsleiter des Jahrbuchs, über die Villinger „Wasserwerke“ und sein Bericht über die GHV-Podiumsdiskussion zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Villingen. Jörg-Dieter Klatt und Wolfgang Riedel nehmen 50 Jahre Elektrifizierung der Schwarzwaldbahn zum Anlass, diese wichtige verkehrsstrukturelle Maßnahme zu beleuchten. Auch nach einem halben Jahrhundert Villingen-Schwenningen finden sich immer noch wichtige Unterschiede etwa im Wahlverhalten der Menschen, was Ulrich Eith im Blick auf die Bundestagswahlen beleuchtet.
Das Hier und Jetzt
Das Hier und Jetzt kommt im Jahrbuch 2026 auch nicht zu kurz. Die Wirtschaftsentwicklung angesichts des Neubaus der IHK wird dabei ebenso beleuchtet wie die Perspektive der Hochschule Furtwangen. Das Jugendamt des Schwarzwald-Baar-Kreises und der Villinger Friedhof werden vorgestellt. So unterschiedlich beide Einrichtungen sind, immer geht es darum, Menschen bei grundlegenden persönlichen Anliegen in ganz unterschiedlicher Weise zu begleiten.
Jetzt im Handel
Schließlich berichtet Edgar Tritschler noch über einen Vortrag der Denkmalpflegerin Christine Blessing zur Sanierung der Villinger Stadtmauer und verbindet damit Vergangenheit und Zukunft.
Den Rückblick auf das Vereinsgeschehen in diesem Jahr ist erstmals neu gestaltet. „Wir sind von den kleinen Kurzberichten abgekommen und stellen erstmals in einem Bilderbogen unsere Aktivitäten vor“, so Kubon.
Das Jahrbuch des GHV ist ab sofort im örtlichen Buchhandel und der Touristinfo im Franziskaner für 18 Euro erhältlich. Vereinsmitglieder erhalten das Jahrbuch wie jedes Jahr gratis per Post.