Die Mitgliederversammlung zeigt das drängende Problem. Kaum jemand will noch Verantwortung im Vorstand übernehmen. Dabei feiert der Verein durchaus Erfolge.
Ein akutes Problem offenbarte sich bei der jährlichen Mitgliederversammlung des Geschichts- und Heimatvereins dieser Tage in der „Arche“. Trotz persönlicher Einladung waren nur vergleichsweise wenige Mitglieder gekommen, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung.
Zwar ist die Zahl der Mitglieder mit 247 relativ stabil, doch die mangelnde Bereitschaft, Verantwortung in der Vorstandschaft zu übernehmen, ist ähnlich wie auch bei anderen Vereinen zunehmend ein Problem.
„Wir werden alle nicht jünger“, kommentierte der Vorsitzende Gerhard Buchmann in seinem Bericht die Schwierigkeiten, Nachwuchs für die Vorstandsarbeit zu finden.
Highlight Heidelbeerfest Die wichtigste Veranstaltung des Geschichts- und Heimatvereins, zumindest was die Publikumsresonanz betrifft, ist und bleibt das Heidelbeerfest des Vereins, das jährlich in und vor der „Arche“ stattfindet, der Museumsgaststätte des Vereins. Auch 2025 kamen wieder rund 300 Besucher und erfreuten sich an 40 Heidelbeerkuchen und -torten sowie an Heidelbeereis und -marmelade.
Endlosprojekt Orchestrion Zur unendlichen Geschichte entwickelt sich das Projekt der Fertigung neuer Rollen für das Orchestrion. Die neuen Duplikate sind zwar zwischenzeitlich geliefert, laufen aber wegen Ungenauigkeiten bei der Fertigung nur mit Einschränkungen auf dem mehr als 100-jährigen Instrument. Sie müssen wohl aufwändig nachbearbeitet werden.
Werbung läuft gut Ein Thema im Bericht von Beisitzer Andreas Farsang war neben Anmerkungen zum Museum selbst die mittlerweile gute Werbung über die Hochschwarzwald-Tourismus-Gmbh (HTG). Kassiererin Doris Kulke konnte von umfangreichen Buchungen bei solidem Kassenstand berichten. Bürgermeisterstellvertreterin Isolde Grieshaber wandte sich mit einem Grußwort an die Versammlung.
Beisitzerin aus der Schweiz Die Wahlen zur Vorstandschaft finden turnusgemäß erst im nächsten Jahr statt, dennoch gab es eine Kandidatin, die sich zur Wahl stellte. Ihre einstimmige Wahl zur zusätzlichen Beisitzerin stellt ein Novum in der Vereinsgeschichte dar: Birgit Faller ist gebürtige Furtwangerin, lebt aber seit vielen Jahren in der Schweiz. Doch in Zeiten digitaler Kommunikation ist es für sie kein Problem, ihr Interesse an der Furtwanger Heimatgeschichte in die Vereinsarbeit einzubringen. Insbesondere die Mitarbeit an den jährlich erscheinenden „Mitteilungen“ wird ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sein.
Nach dem offiziellen Teil zeigte Andreas Farsang eine filmische Dokumentation über den Westweg Pforzheim-Basel, der ja vor kurzem 125-jähriges Jubiläum feiern konnte.