Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten verzeichnet die Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar eG ein starkes Geschäftsjahr.
Die Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar eG sieht sich weiterhin auf Wachstumskurs. Als regional verwurzelte Genossenschaftsbank stelle man die Bedürfnisse der Menschen vor Ort und die nachhaltige Entwicklung der Region in den Mittelpunkt, teilt das Institut mit. Die genossenschaftlichen Werte Solidarität, Partnerschaftlichkeit und Verantwortung prägten das Handeln, betont Vorstandsvorsitzender Rainer Fader.
Plus beim Anlagegeschäft
Ein wesentlicher Wachstumstreiber war die gestiegene Kreditnachfrage. Das betreute Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 2,4 Prozent auf mehr als 1,88 Milliarden Euro. Während das gewerbliche Kreditgeschäft aufgrund der angespannten Konjunktur nur begrenzt zulegen konnte, hat sich die Nachfrage nach privaten Baufinanzierungen mehr als verdoppelt.
Auch im Anlagegeschäft verzeichnete die Bank deutliche Zuwächse. Das Kundenanlagevolumen stieg um 3,3 Prozent auf über 4,2 Milliarden Euro. Besonders gefragt waren Wertpapieranlagen wie Fonds, ETFs und Vermögensverwaltungen. Rückgänge bei klassischen Bankeinlagen wie Tages- und Festgeld führten hingegen zu einer leicht gesunkenen Bilanzsumme von 2,62 Milliarden Euro. Vorstandsmitglied David Winterhalder bewertet die Entwicklung positiv: In Zeiten erhöhter Inflation setzten viele Kunden verstärkt auf renditestärkere Anlagen.
Dividende geplant
Deutlich verbessert hat sich auch das Betriebsergebnis, das um fast 23 Prozent zulegte. Haupttreiber war ein gestiegener Zinsüberschuss bei stabilen Provisionserträgen. Mit einer Cost-Income-Ratio von rund 54 Prozent und einer Eigenkapitalquote von knapp 19 Prozent liege die Bank über dem Durchschnitt vergleichbarer Institute, so Winterhalder.
Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung am 10. Juni soll eine Dividende von einer Million Euro an die Mitglieder ausgeschüttet werden.
Neben den wirtschaftlichen Kennzahlen verweist die Bank auch auf ihr gesellschaftliches Engagement: Vereine in der Region erhielten im vergangenen Jahr Spenden in Höhe von insgesamt 153.674 Euro.
Neuausrichtung
Nach der Fusion mit der Volksbank Meßkirch und Veränderungen im Vorstand hat das Institut eine strategische Neuausrichtung eingeleitet. Im Fokus stehen mehr Kundennähe und eine stärkere Ausrichtung auf die Mitglieder. Dazu gehört auch der Ausbau der Belegschaft: Mit rund 60 Auszubildenden will die Bank künftig zu den größten Ausbildungsbetrieben der regionalen Bankenbranche zählen.
Zugleich investiert die Volksbank verstärkt in Digitalisierung und Automatisierung. Bereits im Einsatz ist ein KI-gestützter Software-Roboter, der Standardprozesse übernimmt und so Mitarbeitende entlasten soll.
Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen zeigt sich der Vorstand für das laufende Jahr optimistisch. Ziel bleibe es, die rund 44.000 Mitglieder und 92.000 Kunden auch in unsicheren Zeiten verlässlich zu begleiten.