Der gemischte Chor Wiechs mit Solist Rudolf Wintgens  Foto: Gehr

Einen emotionalen und stimmungsvollen Abend erlebten die begeisterten Gäste in der voll besetzten Mehrzweckhalle Wiechs beim „Frühlingssingen“ des Gesangvereins Wiechs.

Eingeladen waren zum Chortreffen der Frauenchor „Just for Fun“ des Gesangvereins Nordschwaben und die Chorgemeinschaft Kleines Wiesental.

 

Der frühlingshafte Konzertabend wurde durch den Gastgeber mit seinem Männerchor eröffnet. Vorsitzender Rudolf Wintgens sagte bei seiner Begrüßung: „Haben Sie den Frühling gerochen? Wir möchten Ihnen heute Abend Lebensfreude musikalisch weitergeben“. Der Vorsitzende, der durch das Programm moderierte, versprach ein „Best of“ des Repertoires des Chores, der von Andreas Hauri geleitet wurde. Gestartet wurde im ersten Set durch zwölf Sänger mit ,einer ordentlichen Portion Fernweh’ beim Vortrag von „Heute hier, morgen dort“ von Liedermacher Hannes Wader. Frühlingshafte Gefühle wurden beim weiteren Stück „Champs Elysées“ geweckt. Italienisch temperamentvoll erfolgte die weitere musikalische Reise mit „O Bella Ciao“.

Es schlossen sich die zehn Sängerinnen des Ensembles „Just for Fun“ unter der Leitung von Evgenia Meftandinova an, deren Programm Ann-Katrin Gauerke moderierte. Vorgetragen wurde mit einem charmanten Augenzwinkern „Lady Sunshine and Mister Moon“ und „Bei mir bist Du schön“ als Zeichen, dass Musik alle Sprachgrenzen überwindet. Walzertakte erfolgten im Stück von Vicky Leandros mit „Ich liebe das Leben“.

Die Bühne wurde sodann frei für die gemischte Chorgemeinschaft Kleines Wiesental mit Sängern aus Wies, Wieslet und Bürchau unter Leitung von Larisa Kalinina. Insgesamt 27 stimmgewaltige Aktive hatten es nicht schwer, die Gäste zu begeistern. Ein swingendes Stück von Benny Goodman, „Sing Sing Sing“ wurde ausdrucksvoll vorgetragen, zum Stück „Alt wie ein Baum“ der Puhdys gab es jubelnden Applaus. Als I-Tüpfelchen ihres Auftrittes erwies sich der Vortrag „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch, unterstützt mit Schildern von Mogli und Balu. Beim Stück „We Will Rock You“ wurde der Rhythmus gemeinsam vom Chor und dem Publikum gestampft und geklatscht, die Halle wurde zum Beben gebracht. Solistin Anja Clarissa Gilles begleitete temperamentvoll mit ihrer Geige. Der Auftritt der Kleinwiesentäler wurde mit jubelndem Applaus belohnt.

Zum Schluss gab es Liedbeiträge des gemischten Chores der Wiechser mit anspruchsvollen und mitreißenden Stücken, darunter das „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Auch das zweisprachige Stück „Kein schöner Land“ auf deutsch und suaheli wurde beeindruckend vorgetragen. Einen Solobeitrag leistete Rudolf Wintgens in seinem starken Bariton. Die Gäste hatten die Leuchten ihrer Handys eingeschaltet und verbreiteten eine Stimmung wie im Fußballstadion. Als Zugabe wurde das Stück von Unheilig „Geboren um zu leben“ vorgetragen.

Gewohnt beeindruckend begleitete Pianist Michael Herrmann jeweils die Chöre.