Das Jubiläumskonzert des Gesangvereins Weitenau hat dem Publikum sehr gut gefallen.
Der Gesangverein Weitenau hat seine Zuhörerinnen und Zuhörer bei seinem Jubiläumskonzert am Freitag in der Halle in Weitenau begeistert.
Der Verein feiert in diesem Jahr sein 180-jähriges Bestehen. Musikalisch begleitet wurden die Singenden von Markus Koch (Klavier), Frank Engler (Bass) und Gerd Baumgartner (Trommel).
Zu Beginn fühlte man sich in ein Theaterstück versetzt, als Jörg Bregger zusammen mit dem Männerchor auf die Bühne trat, um den Oberlehrer zu geben: Zunächst, so die Handlung, existierte im Dorf nur ein Männerchor, dessen Leiter vehement gegen die Zulassung von Frauen im Chor protestierte. Dann stellten sich fünf Frauen im Putzkittel vor die Sänger, um ein Lied der Acapickels zu singen. Damit war der Beweis erbracht: sie sind genauso stimmkräftig wie die Männer. „Wir wollten einen fetzigen, unerwarteten und lustigen Anfang machen“, sagte Christa Schmieder-Wenzel, Vorsitzende des GV Weitenau, in der Pause. „Das ist uns gelungen.“ Mit diesem Einstiegsstück kam die Sänger-Party schnell in Schwung.
Guido Chudoba verwandelt sich in Alberto Celentano
Der Chor erzählte kurzweilig seine Geschichte. Die unterhaltsamen Informationshappen wurden zwischen die Gesangsstücke eingestreut.
Auf eine Leinwand am Bühnenrand wurden Bilder von Veranstaltungen aus vergangenen Zeiten projiziert.
Im ersten Teil des Abends sang der gemischte Chor ältere Lieder wie den „Fliegermarsch“, den „Sängergruß“ oder „Ich hätt getanzt heut’ Nacht“ aus dem Musical „My Fair Lady“.
Zu den Höhepunkten des Konzerts gehörten die Auftritte von Guido Chudoba, der in die Rolle des leutseligen Wiener Professors von Waldstein schlüpfte, um das „Schwipslied“ von Johann Strauß zu singen und schauspielerisch zu ins zenieren. Später schlüpfte er in die Rolle des italienischen Charmeurs Alberto Celentano, dem Bruder des italienischen Sängers und Schauspielers Adriano Celentano, um Adrianos Klassikerhit „Azzuro“ zu Gehör zu bringen.
Im zweiten Teil ptäsentierten die Sänger internationale Pophits wie „Fields of Gold“, „Viva la Vida“ oder „If I could turn back time“. Einen meisterhaften Auftritt als Off-Stimme bei Michael Jacksons Welthit „Thriller“ absolvierte Steven Husting, der mit seinem infernalischen Lachen das Stück beendete.
Großen Jubel gab es auch für seinen Solo-Gesang bei „Purple Rain“ von Prince, ein Stück, das im Zugaben-Teil wiederholt wurde- das Publikum danke dem Lörracher in den hinteren Reihen mit stehenden Applaus.
Dirigentin leitet Chor seit mehr als 40 Jahren
Auch Claudia Pfeifer und Christa Schmieder-Wenzel drückten ihre Liebe zur Musik mit Solo-Auftritten aus, Jasmin Asal begleitete den Coldplay -Hit „Viva la Vida“.Dankbar sei der Gesangverein über das mehr als vier Jahrzehnte währende Engagement von Dirigentin Ibolya Barla. Sie war, als der Verein sie 1983 engagierte, die „Unbekannte aus Siebenbürgen“, so Schmieder-Wenzel. Sie haben die Sängern frischen Wind gebracht. Bei einem Konzert 1987 sang sie beim „Drunken Sailor“-Lied sogar selbst mit. Ein Lied performte der Männerchor – mit roten Hosenträgern ausgestattet – alleine: „Always look on the bride side of life“ der Comedy-Truppe „Monty Python. Wie heißt es dort im Refrain? „Schau immer auf die fröhliche Seite des Lebens!“