Der Gesangverein Gresgen mit Dirigent Horst Riechacher singt in der Tegernauer Laurentiuskirche. Foto: Wolfgang Grether

Ein Konzert in der Kirche gehört traditionell in das Jahresprogramm des Gesangvereins aus Gresgen. Zum Jahresbeginn war der Auftritt in der Laurentius-Kirche Tegernau an der Reihe.

Dirigent Horst Riedacher stellte die Lieder unter die Themen: Natur, Gebet, Zeit und Weihnachten.

 

„Abendstille in den Bergen“ holte die Gäste behutsam in das spätnachmittägliche Programm ab. „Still ruht der See“ führte sie weiter durch die Natur. Carpe diem – nutze den Tag – aufgenommen im Lied „Liebe das Leben“ erinnerte an die Schönheit und den Nutzen des Lebens. „La Montanara“ mit dem Solisten Rolf Riedacher war Abschluss und Höhepunkt des ersten Auftritts.

Mit dem Solo des Dirigenten Horst Riedacher in „Müde bin ich geh zur Ruh“ begann der gesangliche Gebetsteil. Das Gebet eines Schäfers mit „Schäfers Sonntagslied“ begleitetet sanft zum Solisten Rolf Riedacher mit der russischen Klosterlegende „Zwölf Räuber“. Für die Sänger gab es zum Schluss des Auftritts viel Applaus, Rolf Riedacher erntet nach dem Konzert in manchen Gesprächen große Anerkennung. Dabei waren Ausdrücke wie „außergewöhnlich und imposant“ nicht nur einmal zu hören.

Unter der Überschrift Konzert in der Kirche und Zeit standen die Gedanken von Diakonin Claudia Krüger, die sich als Pfarramtsverwalterin und damit Hausherrin an Gäste und Sänger wandte. Mit viel menschlichem Gespür und gewohnt authentisch fesselte sie Gäste und Sänger an ihre Worte.

„In der Ferne“ das Lied des ziehenden Handwerksgesellen, von Friedrich Silcher komponiert, nahm den Zeitfaden auf. „Nimm Dir Zeit“ und „Zeit ist ein Geschenk“ spannten den Bogen bis zu Hubert von Goisern mit „Weit, weit weg“. Zeit und Abschied verschwimmen in der Melodie und im nachdenklichen, oft flehenden Text.

Noch sind wir im Weihnachtskreis. Bis Maria Lichtmess am 2. Februar geht dieser. Für den Gesangverein Gresgen Grund genug, auch nach dem Eintritt in das Neue Jahr noch einmal an Weihnachten zu erinnern. „Weihnachtsglocken“ mit dem eingelassenen „Stille Nacht“ war der Gruß an die zurückliegende Zeit. Gemeinsam mit Besuchern sowie der Orgelbegleitung von Mitsänger Werner Turowski ertönte in der Laurentius-Kirche „Leise rieselt der Schnee“.

Für Frank Grether, den am Vortag neu gewählten Vorstand, war es ein gelungener Start in sein Amt. Viele gute Wünsche begleiten ihn in der neuen Tätigkeit. Sein Dank galt vor allem Chorleiter Horst Riedacher, der in beharrlicher Probearbeit auf das Konzert vorbereitet hatte sowie der evangelischen Kirchengemeinde Wiesentäler.

Den Segen für den Nachhauseweg spendete Claudia Krüger und entließ damit Gäste und Sänger in den Abend.