Der Gesangverein Fahrnau und der Schülerchor des Heuss-Gymnasiums präsentierten am Sonntagabend „Nachtgesänge“.
Musikliebhaber haben in der Matthäuskirche ein begeisterndes Konzert des Gesangvereins (GV) Fahrnau erlebt. Das Programm gestalteten der Männerchor, der Frauenchor und der Gemischte Chor des GV Fahrnau, der Schülerchor des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) und die Harfenistin Anaela Schlunk. Begleitet wurden die Chöre von Michael Herrmann am Klavier.
Sämtliche Lieder widmeten sich der Nacht oder dem Abend. Das Spektrum reichte von Liedern aus Opern, Musicals, Operetten und eines christlichen Lieds, was zeigt, über welches umfangreiches Repertoire der gemischte Chor verfügt. Anlässlich des Jubiläums „Zweihundertster Todestag Johann Peter Hebel“ sang der Chor „Der Sommerabend“, eine Vertonung eines der „Alemannischen Gedichte“ von Hebel.
Wunderschön war der Gesang von „Abendsegen“ („Abends will ich schlafen gehn, vierzehn Engel um mich stehn“) von Stefanie Welte, Chordirigentin Luisa Zickwolf und Jessica Kiefer, einem Lied aus der romantischen Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Welte übernahm auch den Sologesang in „Tonight“ aus der „West Side Story“ und in „Endless Night“ aus dem „König der Löwen“. Viel Applaus bekam Jörg Ebner für seine Interpretation der Puccini-Arie „Nessun Dorma“, auch wenn sein Gesang nicht an den großer Opernsänger heranreicht.
Die Schülerinnen und Schüler hatten sich für ihre Liedvorträge für das Traditional „Evening Rise“ , „Die Nacht“ aus „Hippolyte und Aricie“ und „I see stars“ aus dem Film „Mean Girls“ entschieden. Als Solistin stach Annika Kaiser hervor. Einstreut in das Programm waren die betörenden Harfenklänge von Anaela Schlunk, die mit ihrem farbigen Ton und ihrer Musikalität das Konzert bereicherte. Bei „Abendstille überall“ bezog Dirigentin Luisa Zickwolf die Zuhörer mit ein. Lautstark sangen die Zuhörer den Kanon.
Zum Ende wurde es beschwingt und der Chor träumte sich zu einer „Nacht in Monte Carlo“, ehe es mit Reinhard Meys „Gute Nacht Freunde“ sentimental wurde und der Chor mit „Reich mir noch einmal die Hände“ ihren Zuhörern eine „Gute Nacht“ wünschte.
Man hätte sicherlich noch viele andere Nacht-Lieder singen können. Man denke nur an „Nights in white Satin“ (The Moody Blues) oder „Midnight Lady“ (Chris Norman, kommt im Juli mit oder ohne Bonnie Tyler nach Schopfheim). Und der Chor hätte auch ein Lied von Udo Lindenberg singen können. Das hätte gepasst. Udo wurde am Sonntag bekanntlich nicht nur 80, er ist auch nachtaktiv. Was singt er in „Es fängt immer wieder an“? „Schon wieder kommt ’ne kalte Nacht, länger halt ich das nicht aus...“