Beim Lörracher Stimmen-Festival 2026 zeigen drei unterschiedliche Formate, wie vielfältig und lebendig die menschliche Stimme sein kann.
Das Spektrum reicht von romantischer Chormusik über barocke Kantaten bis hin zu baltischer Gesangskultur.
Camerata Vocale Freiburg
Die Camerata Vocale Freiburg zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Ensembles der deutschen Chorszene. Gegründet 1977 und seit 1988 von Winfried Toll geleitet, steht die Camerata Vocale für einen transparenten, fein ausgehörten Klang und eine außergewöhnliche stilistische Bandbreite, so das Festival in einer Mitteilung. Das Programm, das der Kammerchor am Dienstag, 30. Juni, um 20 Uhr in der Stadtkirche Lörrach auf die Bühne bringt, verbindet Werke von Johannes Brahms, Maurice Ravel und Edward Elgar mit zeitgenössischer Chormusik. Der Abend lebt vom bewussten Wechsel zwischen klanglicher Dichte und Zurückhaltung, zwischen romantischer Wärme, impressionistischer Farbigkeit und moderner Klarheit.
Kammerorchester Basel
Am Mittwoch, 1. Juli, 20 Uhr, steht im Burghof Lörrach die Musik des jungen Georg Friedrich Händel im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den Sopranist:innen Emmanuelle de Negri und Bruno de Sá interpretiert das Kammerorchester Basel die Kantaten Il delirio Amoroso und Aminta e Fillide. Beide Werke entstanden während Händels gefeierter Italienzeit und zeigen ihn als feinsinnigen Gestalter seelischer Zustände und barocker Affekte. Unter der Leitung der Konzertmeister Anna Troxler und Christoph Dangel entfaltet das Kammerorchester Basel einen klaren, lebendigen Klang in historisch informierter Aufführungspraxis.
Latvian Voices
Bereits am Sonntag, 21. Juni, rücken mit Latvian Voices Gesangstraditionen des Baltikums in den Fokus. Um 18 Uhr in der Stadtkirche präsentieren sie ihr Programm „Timeless“. Das international gefeierte A-cappella-Ensemble verbindet lettische Volkslieder mit Eigenkompositionen und kunstvollen Arrangements aus Klassik, Pop und geistlicher Musik. Werke von Johann Sebastian Bach und Emīls Dārziņš stehen neben Songs von Billy Joel, den Beatles oder Stevie Wonder. „So entsteht ein vielschichtiger Abend, der kulturelle Wurzeln hörbar macht und sie selbstverständlich in die Gegenwart überführt“, so die Mitteilung.
Am selben Tag öffnen Latvian Voices ihre Arbeit auch für das Publikum: Der Workshop „The Land That Sings“ beginnt um 11 Uhr im Burghof Lörrach. Die Sänger:innen geben Einblicke in traditionelle Gesangstechniken und zeigen, wie diese als Grundlage für Improvisation und moderne Arrangements dienen können.
Informationen und Tickets gibt es unter stimmen.com